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29.10.2018

Volvo S60: Ein Wikinger in der Neuen Welt

Erste Ausfahrt mit der neuen Limousine. Produktionsstätte im Südosten der USA, künftig aber ohne Dieselmotoren.

Volvo, seit 2010 zur chinesischen Geely-Gruppe gehörend, offeriert künftig nur noch Benziner als Verbrennungsmotoren, kombiniert mit Elektro-Antrieb als Mild- oder Plug-in-Hybrid. Dazu kommen rein Batterie-elektrische Versionen.

Volvo S60

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Produktionsstätte

Dieser Tage hat Volvo das erste Werk in den USA, in Charleston, eröffnet, wo bei voller Auslastung 150.000 Autos pro Jahr erzeugt werden sollen. Das Werk ist weltweit die einzige S60-Fertigungsstätte, sie beheimatet Forschung, Entwicklung, Einkauf, Qualität sowie auch den Vertrieb.

Die neue, dritte S60-Generation legt bei allen relevanten Abmessungen zu, zum Teil sogar recht deutlich. Technisch steht die Mittelklasse-Limousine – wie übrigens auch V60, XC60 und die 90er-Baureihe – auf der jüngst etablierten SPA-Plattform und gewinnt dadurch im Vergleich zum Vorgänger an Radstand (plus 9,7 cm auf jetzt 2,87 m) und Länge (plus 12,4 cm auf aktuell 4,76 m). Das wirkt sich naturgemäß auf den zur Verfügung stehenden Raum aus, von dessen größeren Abmessungen nun vor allem die Passagiere in der zweiten Reihe in Form von opulenter Beinfreiheit profitieren. Das Kofferraumvolumen wächst um 62 auf nunmehr 442 Liter.

Positioniert als Sportlimousine, startet die S60-Markteinführung – bei uns nicht vor dem Frühjahr ’19 – mit kräftigen Motoren. Zur Wahl stehen zwei Plug-in-Hybridantriebe: T6 Twin Engine mit 340 PS sowie T8 Twin Engine mit 390 PS. Beide Aggregate – T6 mit Turbo, T8 mit Turbo und Kompressor – werden von einem je 65 kW leistenden E-Motor und einer im Mitteltunnel verbauten und 10,4 kWh starken Lithium-Ionen-Batterie unterstützt, die bis zu 43 km rein elektrisches Fahren erlaubt.

Am Steuer

Ist der T6 schon gut motorisiert, so überzeugt der T8 mit grandioser Performance – der bissig am Gas hängende Direkteinspritzer-Turbo tritt früh und heftig an und überzeugt in allen Drehzahlregionen mit geradezu eruptiver Agilität.

Die beiden Twin-Engine-Modelle verfügen über elektrischen Allradantrieb, für die Kraftübertragung ist jeweils eine 8-Gang-Automatik zuständig. Ab Marktstart werden zudem auch die bewährten 2,0-Vierzylinder-Turbo-Benziner T5 (250 PS) und T6 (310 PS) angeboten.

Veredler

Mit dem S60 rückt auch das bisher wenig bekannte Volvo-Sub-Label Polestar in den Vordergrund. Polestar ist als hauseigener Veredler – ähnlich wie etwa AMG-Mercedes – tätig und fungiert seit 2017 auch als eigene Marke für Hybrid- und E-Autos.

Mit der Lancierung des S60 wird Polestar gewissermaßen zum Hybrid-Tuner, steigt doch – unter anderem durch eine umfassend modifizierte Motorsteuerung – die Leistung des T8 auf imposante 415 PS und das Drehmoment auf ebenso mächtige 670 Newtonmeter.