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28.12.2015

Vor 70 Jahren begann die Produktion des legendären VW Käfer

Nach Weihnachten 1945 lief in Wolfsburg unter britischer Regie die Produktion des Käfer an.

Kurz nach Weihnachten '45 liefen in Wolfsburg die ersten Autos des Volkswagen Typ 1 vom Band. Dass dieses Auto als Käfer zum Bestseller werden und noch bis 2003 gebaut werden sollte, hat seinerzeit wohl keiner erwartet.

Was als so genannter "Kraft durch Freude Wagen" von Ferdinand Porsche für die Motorisierung Nazi-Deutschlands erdacht worden war (für den sich Porsche von Ledwinkas Tatra V570 inspirieren ließ), musste während des Krieges der Wehrmacht zunächst als Kübelwagen dienlich sein. Das Werk in Wolfsburg erzeugte bis 1945 Rüstungsgüter für die Wehrmacht und wurde am 11. April 45 von US-Truppen besetzt.

Die Amerikaner überließen das Werk im Juni der britischen Militärregierung und die Leitung übernahm der 29-jährige Major Ivan Hurst – ein Glücksfall für Volkswagen, wie sich herausstellen sollte. Hurst verhinderte die Demontage und sorgte für einen Auftrag von 20.000 Limousinen (gedacht für alliierte Stellen, aber auch für die ärztliche Versorgung auf dem Land).

Der Beginn der Produktion in den beschädigten Werksanlagen verlief holprig und die Mangelsituation erschwerte die Arbeit. Bis Jahresende 1945 konnten gerade 55 Käfer gebaut werden. In den Folgejahren gingen die Zahlen nach oben, ab Oktober 1947 begann der Export. Im Oktober 1949 wurde die Volkswagen GmbH in deutsche Hände übergeben und mit dem Käfer nahm die Motorisierung Deutschlands ihren Lauf und das Wirtschaftswunder hatte einen fahrbaren Untersatz.

Im mexikanischen Puebla wurde der Käfer noch bis zum Jahr 2003 produziert, nach 21 Millionen Stück war dann endgültig Schluss.

Käfer-Produktion in Emden