VW Golf Variant

© Andrusio Michael

Test
02/21/2014

VW Golf Variant 2.0 TDI 4Motion: Winter-Kombination fürs ganze Jahr

Was die Allrad-Variante des Kombi im Fahralltag kennzeichnet.

von Maria Brandl

Der alljährliche Autosalon im März in Genf ist eine beliebte Bühne für Weltpremieren, heuer etwa für den Citroën C4 Cactus, im Vorjahr für den Golf Variant. Ihn gibt es mit und ohne Allradantrieb. Wir testeten die 4Motion-Version mit 2-l-TDI und 150 PS.

Anders als die Fronttriebler-Variante gibt es 4Motion nur mit 6-Gang-Handschaltgetriebe. Die Zuladung (siehe Steckbrief) sinkt beim 150-PS-TDI-Kombi mit Allrad gegenüber dem Fronttriebler um 52 kg, das Spitzentempo um 4 km/h. Höher sind die maximale Anhängelast (+400 kg gebremst, ungebremst +40 kg), das Gesamtgewicht +40 kg sowie der Verbrauch mit +16 g/km CO2 im Normverbrauch (+0,6 l/100 km). Der Preisaufschlag liegt bei rund 2400 €.

Keine Unterschiede gibt es bei Bodenfreiheit und Ladevolumen. Dieses ist übrigens gegenüber dem Vorgänger-Modell um 100 Liter bei aufgestellten Rückenlehnen und um 135 Liter in der Maximalvariante gestiegen. Insgesamt ist der Golf als Kombi um 307 mm länger als der "normale" Golf.

In Fahrt

Der Golf Variant hat mit 4Motion den gleichen Allradantrieb wie die Sportversion Golf R, die erst vor Kurzem im skandinavischen Winter auf Schnee und Eis erprobt werden konnte. Es handelt sich um die fünfte Generation mit Haldex-Kupplung. Der früher nötige Druckspeicher wird hier durch eine elektrohydraulische Ölpumpe ersetzt, was Sprit sparen und trotzdem extrem schnell in der Reaktion sein soll.

Grundsätzlich fährt der Golf auch mit 4Motion weitgehend als Fronttriebler (spart ebenfalls Sprit), nur bei Bedarf wird blitzschnell die Hinterachse zugeschaltet. Hilfreich auf Schnee ist zudem die Möglichkeit, nun auch hier ESP per Schalter neben dem Ganghebel stufenweise zu deaktivieren.

Das Schaltgetriebe ließ sich auch im Testmodell gewohnt exakt schalten und war sehr gut auf die Charakteristik des 2-l-TDI abgestimmt. Etwas angegraut wirkte dagegen die Abstimmung des Start-Stopp-Systems, hier gibt es schon deutlich harmonischere Abstimmungen, auch bei VW.

Großes Lob verdient die elektromechanische Lenkung sowie das hervorragend abgestimmte Fahrwerk. Bei der Höhe der Ladekante sowie der Größe der Öffnung ist der Golf guter Durchschnitt. Die Verarbeitungsqualität war exzellent.

An Extras hatte unser Testmodell unter anderem eine anklappbare Anhängevorrichtung, ein Komfortpaket samt Park Pilot und Vordersitzheizung, ein Mediapaket, Navigation, Parklenkassistent und Not-Reserverad.

Fazit:Sehr gute Fahrwerksabstimmung, geringer Verbrauch, exzellente Verarbeitungsqualität, Ladevolumen.Veraltet wirkendes Start-Stopp-System, relativ hohe Ladekante, nur Euro5.

VW Golf Variant 2,0 TDI 4Motion

Antrieb: 4-Zylinder-TDI, 16 V, Abgasturbolader, permanenter Allradantrieb mit Haldex-Lamellenkupplung, Sechsgang-Handschaltgetriebe, Spitze 214 km/h, 0 auf 100 km/h in 8,9 sec, Abgasnorm Euro5.

Hubraum: 1968 cm³

PS/kW: 150/110

maximales Drehmoment:320 Nm bei 1750–3000 U/min

Fahrwerk: Einzelradaufhängung, vorne Federbeine und untere Dreiecksquerlenker, hinten Vierlenkerachse, vier Scheibenbremsen (vorne innen belüftet) ABS, Stabilitätssystem ESP samt elektronischer Differenzialsperre XDS und Antriebsschlupfregelung, elektromechanische Servolenkung, Bodenfreiheit 140 mm, Anhängelast gebremst/ungebremst 2000/750 kg. Höhe der Ladekante 620 mm.

Maße (L x B x H): 4562 x 1799 x 1481 mm

Wendekreis: 10,9 m Radstand: 2635 mm Kofferraum: 605–1620 l

Zuladung: 557 kg Gesamtgewicht: 2010 kg Tankinhalt: 55 l

Normverbr.: 4,8 l/100 km 124 g/km CO²

Testverbr.: 6,4 l/100 km

Preis: 34.250 €

Preis Testwagen: 39.428 €

Motorbezogene Versicherungssteuer: 567,60 €

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