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Fahrbericht
01/23/2021

VW ID.4: So fährt sich das Elektro-SUV

Erster Test auf heimischen Straßen mit dem ID.4 als 1st Edition Max.

von Sandra Baierl

Seit September vergangenen Jahres kennen wir die Bilder vom neuen ID.4 von Volkswagen – in dieser Woche durften wir das neue, vollelektrische Kompakt-SUV erstmals in der Praxis fahren. Für kurze Zeit kamen ein paar wenige Testwagen nach Wien, mit deutschem Kennzeichen zwar, aber das stecken wir locker weg. Zumal das Auto schon in der ersten Minute einen rundum herausragenden, weil ausgereiften, hochwertigen Eindruck macht. Das beginnt beim Außendesign, das „wie vom Wind geformt ist“, sagen die Hersteller. Tatsächlich sind die Konturen rund, fließend und zurückhaltend, der Grill im unteren Bereich der Frontpartie schimmert bläulich und wirkt sauber und modern.

Der positive Eindruck setzt sich beim Einsteigen fort: die integrierten Türgriffe müssen nur berührt werden und gehen leichtgängig auf; die Sportsitze – garantiert tierfrei, sprich: nur Textil und Kunststoff, kein Leder – sind von ansprechender Optik und Haptik; das Armaturenbrett ist reduziert und übersichtlich; das Lenkrad – rund, unten mit zwei Kanten – liegt sehr gut in der Hand; die Sitzposition ist gerade richtig hoch; die Bedienelemente sind in guter Reichweite und erklären sich von selbst.

Der Startknopf liegt beim ID.4 seitlich an der Lenksäule, die Fahrstufen werden über einen Hebel hinter dem Lenkrad eingelegt. Das kennt man von amerikanischen Automatikautos und ist praktisch, weil dadurch die Mittelkonsole frei für Becherhalter und Ablagen ist. Die Ordnung im Cockpit gefällt, keine Verwirrungen und Suchspiele.

Dahingleiten

Lautlos und mit gutem Schub (wir sind im Sport-Modus) setzt sich der Elektro-Volkswagen in Bewegung. Alles geht leicht, die Lenkung hat guten Widerstand, das Auto liegt satt auf der Straße. Es ist ein feines Gefühl des Dahingleitens. Der tiefe Schwerpunkt sorgt für eine ausgewogene Verteilung der Achslasten (50:50). Das macht das Heckantriebs-Auto wendig und agil, beim Lenken im Kreis hat man fast das Gefühl, das Auto dreht sich auf der Stelle.

Man spürt die 150 kW Leistung und 310 Nm Drehmoment beim Beschleunigen, von 0 auf 100 in 8,5 Sekunden. Die Anzeige verspricht 330 Kilometer Reichweite, dafür sorgt die 77-kWh-Batterie. Glücklicherweise korrigiert sich diese Kilometer-Vorhersage bei durchaus zügiger Fahrweise kaum nach unten. Wir haben – noch – keinen Beweis, aber der ID.4 dürfte 300 Kilometer durchaus in einem Zug schaffen. Die offizielle Reichweite liegt laut Hersteller übrigens bei bis zu 520 Kilometer nach WLTP.

Was uns bei der ersten Fahrt noch auffällt: der ID.4 von Volkswagen verfügt über alle gängigen Sicherheits- und Assistenzfunktionen, ohne nervig zu piepen, zu blinken oder übergriffig zu werden. Es gibt einen Center-Airbag, quasi mitten im Auto. Man kann auf der Rückbank drei Kindersitze nebeneinander laden, es gibt hinten keinen Mitteltunnel im Fußbereich und damit große Beinfreiheit und zudem ziemlich viel Kopffreiheit.

Der Hersteller verspricht, dass der ID.4 das erste klimaneutrale Kompakt-SUV der Welt ist. Er wird im Werk Zwickau entlang der gesamten Wertschöpfungskette bilanziell -neutral produziert. Preis: ab 43.970 Euro, unser Modell 1st Edition Max mit allem Drum und Dran kostet 54.990 Euro.

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