VW Passat B8

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Fahrbericht
10/16/2014

VW Passat: Auf dem Weg nach oben

Am Steuer der 8.Generation des Bestsellers, der ab November bei uns zu haben ist.

von Horst Bauer

Die Ansage des Herrn Entwicklungschefs ist unmissverständlich. Heinz-Jakob Neußer, oberster Techniker der Marke VW über die Mission des neuen Passat: "Der B8 wandert ein halbes Segment nach oben."

Übersetzt aus dem internen VW-Sprech heißt das, die 8. Generation des meistverkauften VW legt sich nicht mehr nur mit Konkurrenten vom Schlage eines Ford Mondeo oder Mazda 6 an, sondern hat auch die Premium-Liga der Mittelklasse zwischen BMW 3er und Mercedes C-Klasse im Visier.Nach all den Vorab-Informationen über Technik und Inhalt des neuen Passat, sowie den diversen statischen Auftritten bis hin zum Pariser Autosalon, stand jetzt das Endprodukt der Bemühungen von Neußers Truppe erstmals zur praktischen Überprüfung der Ansage bereit.

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Nach dem Einsteigen in den durch die Absenkung des Daches um 14 mm und die Verbreiterung der Karosserie um 12 mm größer als der Vorgänger wirkenden Passat (tatsächlich ist er aber um 2 mm kürzer) findet man sich in einem Cockpit wieder, das die Upgrade-Ambitionen durchaus unterstützt. Auffallendstes Element ist die breite Belüftungsleiste quer über den Armaturenträger, die das Design des Kühlergrills aufnimmt und den Raum optisch streckt. Für die Befehlsausgabe an die elektronischen Assistenten hat man eine ausgewogene Mischung aus Tappen (auf den Monitor mit Menüs und Untermenüs) und Drücken (Schalter zur direkten Anwahl wichtiger Funktionen) gefunden. Anders als im Ford Mondeo gibt’s im Passat z.B. einen Knopf zur direkten Auswahl der Fahr-Programme von Eco bis Sport (sofern die optionale adaptive Fahrwerksregelung an Bord ist).

Auf der Straße

Deren Spreizung zwischen den einzelnen Stufen ist nur auf schlechten Straßen deutlich merkbar. "Comfort" macht keine schaukelnde Sänfte aus dem Passat, "Sport" kein bretthartes Rennstrecken-Tier. Und mit "Normal" ist man gut aufgehoben, sofern man sich nicht in "Eco" auf die Suche nach Treibstoff-Einsparungspotenzial machen will. Diese führt beim neuen Diesel-Krafprotz (siehe Modell-Palette unten) mit 7-Gang-DSG erstmals beim Passat auch zum "Segeln" – also automatischem Leerlaufbetrieb. Das Umschalten funktioniert weitgehend ruckfrei und man ist erstaunt, wie weit man dank der guten Abrolleigenschaften ohne Motoreinsatz kommt.

Wesentlich öfter wird wohl der 150-PS-Diesel geordert werden, der in Verbindung mit dem präzise und leicht schaltbaren manuellen 6-Gang-Getriebe auf den ersten Kilometern einen souveränen Eindruck hinterließ. Die Anschlüsse passen und stets steht mehr als ausreichend Drehmoment für soliden Durchzug zur Verfügung.

Ebenfalls überzeugend: Das präzise, in Kurven sehr neutrale Fahrverhalten und das sehr niedrige Geräuschniveau im Cockpit. Eher unbequem für Beifahrer, die den Sitz nicht ganz in die Höhe schrauben: Das starre Gurtschloss beeinträchtigt die Ellbogenfreiheit.

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Neuer Passat: Die Auswahl reicht bis hin zum Plug-in-Hybrid

Den Kaufgewohnheiten der österreichischen Kundschaft entsprechend (5% Benziner, 95 % Diesel) startet der neue VW Passat bei uns im November mit einem Benzinmotor (1,4 TSI mit 125 PS) und drei Diesel-Aggregaten zur Wahl.

Das Selbstzünder-Angebot umfasst einen 1,6-Liter mit 120 PS und einen 2,0-Liter-TDI in zwei Leistungsstufen (150 bzw. 240 PS). Das Topmodell wird ausschließlich in Kombination mit Allrad-Antrieb und einem 7-Gang-DSG geliefert. Dessen Bi-Turbo-Motor benötigt als einziger einen SCR-Kat mit Harnstoffeinspritzung (AdBlue) zur Erfüllung der Euro-6-Grenzwerte. Dessen Tank umfasst 13 Liter und sollte für rund 9000 km reichen. Nachgefüllt kann via eines eigenen Einfüllstutzens unter der normalen Tankklappe werden.

Abgesehen vom Top-Passat sind alle Motoren mit einem manuellen 6-Gang-Getriebe oder einem 6- bzw. 7-Gang DSG kombinierbar. Allrad für den 150-PS-Diesel folgt im Frühjahr, noch heuer sollte ein 190-PS-Diesel mit Allrad verfügbar sein. Im Herbst 2015 folgt der Passat GTE mit Plug-in-Hybrid (218 PS Systemleistung).

Die Preise beginnen bei € 29.240,– für den 1,6-l-Benziner als Limousine. Der günstigste Diesel-Kombi kommt auf € 32.820,–.