News 05.12.2011

VW Sharan - Kasten in Form

VW Sharan - Kasten in Form
© Werk

Der Neue bietet üppig Platz, konservatives Design, ein gutes Fahrwerk und wenig Emotionen.

Die neueste Version des VW Sharan ist gegenüber seinem Vorgänger mächtig gewachsen. Mit 4,85 m Länge sind satte 22 cm dazugekommen, in der Breite (1,9 m, gemessen an den vorderen Türgriffen) genau 9,1 cm. Der Radstand beträgt jetzt 2,92 m (plus 7 cm).

Das sind keine schlechten Ansagen und sie führen indirekt zu einer weiteren: In der fünfsitzigen Version lässt sich das verfügbare Ladevolumen von 880 Liter auf bis zu 2430 Liter ausdehnen. Das ist auch nicht von schlechten Eltern.

Das typische VW-Gesicht und sonst nur glatte Flächen: Der VW Sharan gibt sich einigermaßen konservativ.
© Werk

Abgesehen vom - nun ja - sehr konservativen Design sind die beiden Hauptunterschiede zum Vorgänger: Es gibt jetzt zwei seitliche Schiebetüren. Die Einzelsitze der zweiten Reihe lassen sich zwar in der Länge verschieben, können aber nicht mehr ausgebaut werden. Sie sinken bei Bedarf nach vorne und Richtung Boden, was beim Fünfsitzer allerdings eine riesige Stufe auf der dann durchgehenden Ladefläche erzeugt. Sechs- und Siebensitzer können das natürlich besser, da ergibt sich eine ebene Fläche.

Komfort

Das typische VW-Gesicht und sonst nur glatte Flächen: Der VW Sharan gibt sich einigermaßen konservativ.
© Werk

Auffallend ist im Sharan das Übermaß an Kopffreiheit auf allen Plätzen. Eine eigene Easy-Entry-Funktion der Außensitze der zweiten Reihe (sie wandern dabei als Ganzes nach vorne und oben) erleichtert den Zugang zu den hintersten Sitzen. Und die Schiebetüren bergen innen sowohl je ein Getränkefach sowie eine integrierte Armlehne, was bei diesen Fahrzeugen sonst eher selten ist.

Für den Antrieb sorgen wahlweise zwei Diesel (2,0 l TDI, 140 oder 170 PS) oder zwei Benziner. Ein etwas zäh wirkender 1,4-l-Turbo kommt auf 150 PS Leistung, der aufgeladene 2,0-l-Motor aus dem Golf GTI wird im Sharan 200 PS Leistung offerieren. Sämtliche Motoren sind wahlweise mit Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe zu haben, das beim stärkeren Benziner schon Serie ist. Der schwächere Diesel wird 2011 auch mit Allradantrieb angeboten werden.

Fahrwerk

Das typische VW-Gesicht und sonst nur glatte Flächen: Der VW Sharan gibt sich einigermaßen konservativ.
© Werk

Auf ersten Testfahrten zeigte sich der Sharan äußerst komfortabel abgestimmt (die Achsen stammen aus dem Passat), ohne zu weich oder schunkelig zu wirken und mit sehr guten Abrolleigenschaften. Auch akustisch zeigt sich der "Bus" durchaus souverän.
In Österreich erfolgt die Markteinführung Mitte September. Die Preise beginnen bei € 34.500,- (Benziner) bzw. bei € 35.600,- (TDI). Nach oben ist da sehr viel Spielraum. In der Aufpreisliste finden sich u. a. elektrischer Heckklappenöffner (ab € 606,-), 7-Sitzer-Paket (ab € 1466,33), adaptive Fahrwerksregelung (ab € 1081,13), schwenkbare Anhängevorrichtung (ab € 998,85) oder eine "Multifunktionsanzeige Plus" um € 57,78.

Clou ist der Parklenkassistent, der Parklücken abmisst und tatsächlich selbsttätig lenkt. Das geht jetzt auch beim Querparken - und zwar wirklich sehr überzeugend. Kostenpunkt: Ab € 878,26.

(Kurier) Erstellt am 05.12.2011