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Fahrbericht
10/21/2019

VW T-Roc R: Top-Sportler im SUV-Gewand

Statt wie bisher maximal 190 PS, hat der VW T-Roc als R jetzt satte 300 PS zu bieten.

Der SUV-Höhenflug geht auch bei uns ungebremst weiter.

So wurden von Jänner bis August ’19 in Österreich 88.000 SUV neu zugelassen, was einem Anteil am heimischen Gesamtmarkt von nunmehr knapp 37 Prozent entspricht. Dabei bestätigt sich die Richtung, die sich auch schon im Vorjahr manifestiert hat, nämlich, dass überwiegend Fahrzeuge des Klein- und Kompaktwagensgements – alles in allem rund 77.000 Exemplare oder rund 88 Prozent – gekauft werden. Die dicken Brummer, die fanatischen Umweltaktivisten die Zornesröte ins Gesicht treiben, spielen – analog zu 2018 – nach wie vor nur eine unbedeutende Nebenrolle.

VW T-Roc R

Volkswagen ist seit der Lancierung des T-Roc unangefochtener Segment-Bester. Waren bisher 190-Benziner-PS das Höchste der Gefühle, so markieren nun – bei uns ab Dezember – 300 PS die Spitze. Das neue Topmodell der T-Roc-Palette trägt die Zusatzbezeichnung „R“, als Antriebsquelle dient jener Zweiliter-Direkteinspritzer-Turbo, der seine Qualitäten auch schon bisher im Audi SQ2, Cupra Ateca und Golf R unter Beweis gestellt hat.

Der aufgeladene 4-Zylinder brilliert mit fulminanten Fahrleistungen, außerdem gibt es wegen des dicken Drehmoments von 450 Nm (ab 2000 Touren) praktisch keinen Tempobereich, in dem sich der R-Pilot über mangelnden Durchzug beklagen könnte. Für die Kraftübertragung ist ausschließlich ein 7-Gang-Direktschaltgetriebe zuständig, das die einzelnen Gänge (je nach Comfort- oder Sport-Fahrmodus) sanft wechselt oder mit Nachdruck hineinpeitscht. Serienmäßig wird der T-Roc R außerdem mit Allradantrieb 4Motion angeboten, der das Antriebsmoment des leistungsstarken Aggregates je nach Bedarf und Schlupf innerhalb von wenigen Millisekunden zwischen den Vorder- und Hinterrädern verteilt. Bergan- und Bergabfahr-Assistenten helfen beim Bewältigen von Steigungen und Gefällen.
Wer einen Golf kennt, auf dem der T-Roc ja basiert, wird sich auch im Wolfsburger Crossover rasch zurechtfinden. Zu den besonderen R-Ausstattungsmerkmalen zählen da (unter anderem) bequeme und viel Seitenhalt bietende Sportsitze, Edelstahlpedale, weiße Ambientebeleuchtung, schwarzer Dachhimmel, Chrom-Applikationen und Klavierlack-Dekore.

Nicht wirklich ins Bild passt da allerdings das ebenso reichlich verbaute wie triste Hartplastik auf Armaturenbrett und Türverkleidungen, die den VW-Crossover auf das gefühlte Qualitätsniveau eines alten Golf bringen.

Das verhagelt zwar nicht den in der hervorragenden Performance begründeten positiven Gesamteindruck, ist aber insofern von Bedeutung, weil VW für das neue Topmodell ja nicht unerhebliche € 49.490,– verlangt.