News 02/15/2016

VW Tiguan: Der nächste Winter kommt bestimmt

VW Tiguan: Der nächste Winter kommt bestimmt
© VOLKSWAGEN/Werk

Vor dem Marktstart im April – erste Kilometer am Steuer des neuen Tiguan auf Eis und Schnee.

Er ist nicht nur größer und geräumiger als der Vorgänger. Er ist ein vollkommen neues Auto, das mit dem ersten Tiguan nur mehr den Namen und die Grundform gemeinsam hat. Der Tiguan II baut nämlich als erstes SUV der Marke auf dem Modularen Querbaukasten (MQB) auf, der etwa auch dem aktuellen Golf zugrunde liegt. Das bedeutet aktuellste Technik, angepasst an die Anforderungen eines kompakten SUV.

Am augenscheinlichsten zeigt sich das beim Tiguan in der Allradversion 4Motion an einem Stellrad auf der Mittelkonsole, mit dem der Pilot 4 Fahrprogramme vorwählen kann. Diese greifen in die Antriebs-Elektronik ein, vom Getriebe (bei den Versionen mit DSG) über die Assistenzsysteme wie ABS, ESP und Antischlupfregelung bis zur Verteilung der Motorkraft auf die 4 angetriebenen Räder.

VW Tiguan…
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Zur Wahl stehen neben dem normalen Programm für Fahrten auf befestigten Straßen (Onroad) eine eigene Voreinstellung für Schneefahrbahn (Snow) und ein Programm für den Einsatz in leichtem Gelände (Offroad). Darüber hinaus kann sich der Fahrer in der Stellung "Offroad Individual" eine Konfiguration nach seinen eigenen Vorstellungen zusammenstellen. Etwa, wenn er die sich ansonsten automatisch aktivierenden Bergabfahrhilfe (ab einem Gefälle von mehr als 10 %) nicht nutzen will. Apropos Offroad: Wer seinen Tiguan tatsächlich im Gelände einsetzen will, kann ihn (gegen geringen Aufpreis von rund 700 Euro) mit einer speziellen Frontpartie ordern, mit der sich der Böschungswinkel vorne auf 25,6 Grad verbessert.

Erstmals gefahren

Bei ersten Testfahrten auf Schneefahrbahnen, die der Motor-KURIER in der Vorwoche im tiefwinterlichen Nordschweden absolvieren konnte, zeigt sich dabei der spezielle Allradmodus "Snow" von seiner besten Seite. Beeindruckt hat dabei vor allem das harmonische Zusammenwirken der einzelnen speziell abgestimmten Regelsysteme, die sowohl auf griffiger Schneefahrbahn als auch auf Eis die Fuhre in der Spur halten, ohne dabei zu abrupt in den Fahrfluss einzugreifen. Mehr Sicherheit auf rutschigem Untergrund kommt hier vollkommen unaufgeregt zustande. Die elektronischen Helfer gehen dem Piloten ebenso effizient wie dezent zur Hand, ohne den humorlosen Sicherheitsbeauftragten raushängen zu lassen und jedwede Fahrdynamik beim kleinsten Anzeichen von Schlupf radikal zu unterbinden.

VW Tiguan…
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Hilfreich dafür sind neben der stufenlosen Verteilung der Antriebskraft zwischen den Achsen durch die Lamellenkupplung (im Normalfall auf trockener Straße geht alle Kraft an die Vorderachse) auch die über das ESP gesteuerten elektronischen Differenzialsperren an allen vier Rädern. Zusätzlich sorgt das XPS+ genannte Regelsystem dafür, dass in flott angegangenen Biegungen die kurveninneren Räder gezielt angebremst werden, was die Fuhre präziser dem gewählten Lenkeinschlag folgen lässt und so nicht nur für Spurtreue, sondern auch mehr Agilität und höheres Tempo beim Kurvenausgang sorgt. Dabei unterstützt im "Snow"-Modus die sanfter ausgelegte Gaspedalkennlinie unsensible Bleifuß-Piloten dabei, nach der Kurve wieder harmonisch Fahrt aufzunehmen.

Was sonst noch aufgefallen ist beim ersten Kontakt mit dem neuen Tiguan: Die Platzverhältnisse im Fond haben sich merkbar verbessert. Die verschiebbaren Rücksitze tragen ihren Teil dazu bei, dass sich selbst Langbeinige im Fond wohlfühlen. Das Umklappen der Lehnen kann auch per Zugschalter im Kofferraum erfolgen.

VW Tiguan…
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Und mit dem optional (€ 451,– netto) angebotenen Head-up-Display (Einspiegelung der wichtigsten Fahrdaten in die Frontscheibe) hat man Sparpotenzial für die Kundschaft geschaffen. Es geht nämlich nicht nur nicht ab, wenn man es nicht hat, die zur Einspiegelung auf dem Instrumententräger vor dem Fahrer hochgeklappte Scheibe stört dann auch nicht das Sichtfeld.

Seit dem Verkaufsstart des neuen Tiguan im Jänner steht vorläufig nur eine Motorisierung (150-PS-Diesel) als Fronttriebler ab € 32.450,– bzw. 4Motion ab € 35.200,– bereit.

Ab dem Start der Auslieferungen Ende April können auch die übrigen Motorisierungen geordert werden. Zur Wahl stehen zwei weitere Diesel (190 PS bzw. 240 PS) sowie zwei TSI-Benziner (150 PS bzw. 220 PS). Ab 190 PS ist serienmäßig das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) an Bord, bei den 150-PS-Modellen hat man die Wahl zwischen DSG und 6-Gang-Handschalter.

Für alle Allrad-Modelle gibt es optional die "Offroad-Fronpartie" mit verbessertem Böschungswinkel.

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(Kurier) Erstellt am 02/15/2016