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07.02.2019

Was ist neu beim VW Passat - und was ist ein kapazitives Lenkrad?

VW überarbeitet den Passat, wobei die Revolution vor allem innen stattfindet.

Im Sommer wird der Passat die Produktionsschallmauer von 30 Millionen Exemplaren durchbrechen. Damit ist er das weltweit erfolgreichste Mittelklasse-Modell, erklärt man bei VW ganz stolz. Und nicht nur das: Nach dem Golf (35 Millionen Fahrzeuge) – und noch vor dem legendären Käfer (21,5 Millionen Einheiten) – ist der Passat einer der drei meistverkauften Volkswagen aller Zeiten. Der 30-millionste Passat wird auch eines der ersten Exemplare der weiterentwickelten achten Generation sein.

Was ist also neu beim Passat 2019? Die optischen Änderungen fallen dezent aus. Neu gestaltet wurden die Front- und Heckstoßfänger, das Kühlerschutzgitter und der nun mittig im Heck angeordnete Passat Schriftzug. Darüber hinaus sorgen neue LED-Scheinwerfer, LED-Tagfahrlichter, LED-Nebelscheinwerfer und LED-Rückleuchten für ein neues Lichtdesign des Mittelklasse-VW.

Wichtig sind vor allem die neuen technischen Assistenz-Systeme. Der Passat bietet mit dem Travel Assist die Möglichkeit, teilautomatisiert zu fahren - und das bis zu einer Geschwindigkeit von 210 km/h. 

Ein integraler Bestandteil des Travel Assist ist das „ACC“ mit vorausschauender Geschwindigkeitsregelung. Die automatische Distanzregelung reagiert auf Tempolimits, Ortschaften, Kurven, Kreisverkehre und Kreuzungen mit entsprechenden Geschwindigkeitsanpassungen. Auf der Skala von 0 bis 5 des teilautomatisierten Fahrens bewegt sich der VW auf Stufe 2.

Kapazitives Lenkrad

Der Travel Assist überwacht dabei, ob der Fahrer die Hände am Lenkrad hat. Das passiert im neuen Passat über das erste "kapazitive Lenkrad" von Volkswagen. Es reicht nun, dass der Fahrer das Lenkrad lediglich berührt; die kapazitive Oberfläche „erkennt“ dabei über eine „Hands-off-Detection“, dass er den Wagen weiterhin kontrolliert. Zuvor war als Feedback ein Lenkmoment – eine leichte Lenkbewegung des Fahrers – nötig. Darüber hinaus gilt: Löst der Fahrer länger als etwa 10 Sekunden die Hände vom Lenkrad, wird er durch eine Kette von Warnsignalen (optisch, akustisch, Bremsruck) darauf aufmerksam gemacht.

Ein weiteres Novum an Bord des Passat ist der „Emergency Steering Assist“; das System erhöht via Bremseingriff die Sicherheit bei Ausweichmanövern.

Zudem kommt der Passat 2019 mit einem neuen Digital-Cockpit. Gegenüber dem Vorgängersystem („Active Info Display“) wurden die digitalen Instrumente konsequent weiterentwickelt. Die drei verschiedenen Display-Konfigurationen können jetzt mit nur einer Taste über das neue Multifunktionslenkrad individualisiert werden. Im Interieur bekommt der Passat neue Dekore und Stoffe, neu gestaltete Türverkleidungen, eine neue Trimfarbe, neue Instrumente und ein neues Lenkrad. Statt der Analoguhr in der Schalttafel findet sich dort nun ein hinterleuchteter Passat Schriftzug. In der Mittelkonsole kommt zudem ein offenes, größeres Ablagefach mit optional induktiver Schnittstelle für Smartphones und daneben platziertem USB-C-Anschluss zum Einsatz.

Vergleich: Passat-Cockpit 2019 und 1976

Motoren

Die Motorenpalette sieht so aus, dass der Passat mit zwei Benzinern (150 und 190 PS) und vier Diesel (120 - 240 PS) zu haben ist. Neu im Diesel-Portfolio ist ein 2,0 TDI Evo mit 150 PS. Alle Triebwerke erfüllen die Abgasnorm Euro 6d Temp und sind mit Partikelfilter ausgerüstet.

Der Vorverkauf soll im Juli beginnen, die ersten Autos kommen im Oktober zu uns.