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News
07/14/2012

Wer eine Reise tut ...

Hürden für reisende Autofahrer finden sich nicht nur im befreundeten Ausland.

von Horst Bauer

Dass das Konzept vom vereinten Europa noch nicht auf allen Gebieten in der gelebten Wirklichkeit angekommen ist, zeigen nicht nur die Querelen auf dem hochfliegenden Finanz- und Budgetsektor.

Auch im Kleinen, abseits von Minister-Tagungen und Regierungschef-Treffen, stoßen die EU-Bürger ständig auf Beweise dafür, wie kompliziert es immer noch sein kann, sich im geeinten Europa zu bewegen.

So werden viele, die mit dem Auto in den Urlaub aufbrechen, nach ihrer Rückkehr einiges zu erzählen haben über die – teils gut versteckten – Hürden, die ihnen von staatlichen, regionalen und lokalen Behörden in den Weg gestellt wurden. Die Palette reicht da von speziellen Aufklebern fürs ohnehin abgasgetestete und mit einem heimischen Pickerl versehene Auto, um nicht bei der Einfahrt in einige deutsche Städte Strafe zu zahlen, über die videoüberwachten (und nur auf Italienisch beschilderten) Zonen limitierten Verkehrs in italienischen Ortschaften, bis zum jüngsten Coup der Franzosen. Offenbar dem Lobbying der Hersteller von Alkotest-Sackerln erlegen, brummten sie just zum Start der Sommerreisesaison nicht nur den Millionen heimischen Autobesitzern den Kauf so eines Testers fürs Handschuhfach auf, sondern auch allen Touristen – quasi als Eintrittsgebühr ins Land.

Dass es aber auch automobile Österreichurlauber treffen kann, zeigte nicht nur jener Tiroler, der vergangenen Montag nach der Ankunft in Wien um halb neun am Abend verzweifelt versuchte, im 7. (Pickerl-)Bezirk an Kurzparkscheine zu kommen.

horst.bauer(at)kurier.at

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