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E-Autos
07/17/2021

Wer nach dem Laden stehen bleibt, wird zum Verbrenner

Wer mit dem E-Auto länger als 15 Minuten nach Ende des Ladens stehen bleibt, muss zahlen. 106 Euro Strafe müssen wir zahlen.

von Andrea Hlinka

Das erste Mal Laden ist so aufregend wie das erste Mal tanken als Führerschein-Neuling. Vom Vorgang her, ist beides allerdings gleich unkompliziert. Für E-Autos gilt: Kabel anstecken, Karte vor den Sensor auf der Ladesäule halten und schon geht es los. Ein paar Stunden später ist der Akku wieder voll.


Lädt man in Wien das Auto an einer öffentlichen Ladestelle in der Kurzparkzone oder in einer Zone, die nur für das Laden von E-Fahrzeugen benutzt werden darf (und für alle anderen ein Halt- und Parkverbot gilt), braucht man für die Zeit des Ladens auch keinen Parkschein. Nach dem Verwaltungsgerichtshof gilt nämlich, dass Fahrzeuge von Kurzparkzonen in jenen Bereichen ausgenommen sind, die mittels Verkehrszeichen speziell für sie reserviert sind. Wer  glaubt, dass das eine Einladung zum Parken über den Ladevorgang hinaus ist, irrt. Denn, wie der ÖAMTC-Jurist Nikolaus Authried schreibt, gilt die Ausnahme  nur, solange der „Reservierung“ entsprechend gehandelt wird  –  also  während des Ladevorgangs. 

Ist der Akku voll,  hat man 15 Minuten Zeit, um mit dem Auto weg zu fahren. Die  Parksheriffs erkennen das am blau-grünen Blinken des Ladepunkts. Steht man dann noch dort,  treten dieselben Folgen ein, wie für ein Fahrzeug, das dort  gar nichts zu suchen hat (ein Benzin-Betriebener etwa). Dann drohen Strafen für das Abstellen im Halteverbot und für den fehlenden Kurzparkschein. Am Ende ist man 106 Euro los. 
 

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