News 08/31/2017

Wie Bosch Elektroautos günstiger machen will

Wie Bosch Elektroautos günstiger machen will
© Bosch

Mit der so genannten eAchse will Bosch ein Komplett-System für Elektrofahrzeuge anbieten, das hilft, Entwicklungskosten zu sparen.

Mit der neuen eAchse bringt Bosch nach eigener Definition einen Start-up-Antrieb für Elektroautos.

Bosch hat hierfür aus drei Antriebsteilen eins gemacht. Motor, Leistungselektronik und Getriebe sind quasi in einem Bauteil kombiniert und treiben unmittelbar die Achse des Autos an. Das macht den Antrieb nicht nur deutlich effizienter, sondern auch günstiger.

Bosch bringt mit der eAchse das All-in-one Prinzip in den Antrieb“, sagt Dr. Rolf Bulander, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions. Der neue Antrieb birgt für Bosch genau deshalb enormes Geschäftspotenzial. Der Grund dafür ist eine hohe Flexibilität der Komponente, die einen großen Markt erschließt. Denn die eAchse kann in Hybride und Elektroautos, kleine Pkw, SUV und sogar leichte Nutzfahrzeuge eingebaut werden.

"Die eAchse ist der Start-up-Antrieb für Elektroautos – auch bei etablierten Autoherstellern. Diese sparen sich damit teure Entwicklungszeit und können Elektrofahrzeuge deutlich schneller auf den Markt bringen", erklärt man bei Bosch.

Aus technischer Sicht kann sich die Leistung des Antriebs zwischen 50 Kilowatt und 300 Kilowatt bewegen und ist somit auch geeignet, um große Fahrzeuge wie SUV rein elektrisch anzutreiben. Das Drehmoment an der Achse des Fahrzeugs kann zwischen 1000 und 6000 Newtonmetern liegen. Der Antrieb kann sowohl an Vorder- als auch an Hinterachsen von Hybriden und Elektroautos verbaut werden. Eine elektrische Achse mit einer Leistung von 150 Kilowatt wiegt etwa 90 Kilogramm und damit wesentlich weniger als bisherige Einzelkomponenten zusammen.

Muster der elektrischen Achse werden mit Kunden bereits getestet. Der Marktanlauf in Großserie ist für 2019 geplant.

(Kurier) Erstellt am 08/31/2017