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05.12.2011

Winterreifenpflicht endet heute

© Bild: AP

Sommerreifen verschleißen bei warmen Temperaturen weniger und bieten Sicherheitsvorteile. In manchen Gegenden Österreichs ist ein Umstieg dennoch zu überdenken.

Heute endet in Österreich die geltende "situative Winterausrüstungspflicht". Diese schreibt Autofahrern vor, bei Schnee, Matsch oder Eis mit Winterreifen unterwegs sein zu müssen oder alternativ Schneeketten auf mindestens zwei Antriebsräder zu montieren.

Sobald die Temperaturen steigen und nicht mehr mit Schnee zu rechnen ist, sollte man auf Sommerreifen wechseln. Mit Winterreifen können bei warmen Temperaturen Nachteile beim Bremsen sowie ein längerer Bremsweg und ein schlechteres Fahrverhalten entstehen. Außerdem verschleißen Winterreifen schneller, wenn es warm ist.

Umstieg: Witterung wichtiger als Stichtag

Doch bekanntlich macht der April was er will - das sollten sich Autolenker zu Herzen nehmen und noch immer mit winterlichen Verhältnissen rechnen. Die momentanen Witterungsbedingungen mit Schnee bis in tiefe und Schneematsch in höher gelegenen Lagen verlangt eine adäquate Bereifung am Fahrzeug. "Hier sollte man nicht leichtsinnig sein", rät der ÖAMTC-Experte Friedrich Eppel. In manchen Gegenden Österreichs ist es also noch durchaus sinnvoll, noch etwas länger mit Winterreifen zu fahren.

Ein zu früher Reifenwechsel birgt einerseits erhöhte Unfallgefahr und kann andererseits eine Strafe nach sich ziehen. ÖAMTC-Experte Eppel weiß: "Wird man mit falscher Bereifung erwischt, kann das teuer werden." Wer bei winterlichen Fahrbahnbedingungen ohne Winterausrüstung fährt, riskiert eine Strafe von 35 Euro. Werden andere Verkehrsteilnehmer gefährdet, drohen theoretisch sogar bis zu 5000 Euro Strafe. Die Einschätzung der Fahrbahnverhältnisse liegt beim Kraftfahrer selbst. "Im Osten Österreichs ist es durchaus schon sinnvoll auf die Sommerbereifung umzusteigen. Grundsätzlich rate ich aber allen Autofahrern, besonders vor längeren Fahrten, wie zum Beispiel in den Osterurlaub, regelmäßig die Wetterberichte zu verfolgen. So kann man die zu erwartenden Witterungsverhältnisse besser abschätzen", so der ÖAMTC-Experte.