News 05.12.2011

Wo der Mitsubishi i-Miev punktet

Wo der Mitsubishi i-Miev punktet
© Werk

Mittlere Reife: Im Vergleich zu anderen E-Mobilen wirkt der i-MiEV ziemlich erwachsen.

Der Name macht's ihm bei uns wirklich nicht leicht. Da fährt ein Kleinwagen abgasfrei und heißt " i-MiEV". Auch sein Start erfolgte Monate später als beim Citroën C-Zero, seinem Stiefzwilling (Test Motor-KURIER 10.12.2010).

Doch all dem hat der i-MiEV bravourös gekontert und kann bei uns seit dem Start Ende 2010 auf einen Verkauf von 170 Stück verweisen. 300 sollen es heuer insgesamt werden.

Reife

Ab 2012 werden Passanten auch bei uns vor dem nahenden E-Mitsubishi akustisch gewarnt.
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Tatsächlich handelt es sich beim i-MiEV um einen vollwertigen Kleinwagen, der in Japan auch mit Benzinmotor verkauft wird. Er bietet Platz für vier Personen, hat dank der im Unterboden angebrachten Lithium-Akkus einen sehr tiefen Schwerpunkt und fährt sich überraschend "erwachsen". Gut ist auch das Ladevolumen (siehe Steckbrief) , das sich dank umklappbarer Sitze noch deutlich vergrößern lässt.

Was die Reichweite betrifft, so kam dem kleinen Mitsubishi das milde Wetter während der Testzeit eindeutig zugute. Es zeigte im Vergleich zum praktisch baugleichen Citroën C-Zero, was Kälte für die Reichweite bedeutet. Sank sie mit eingeschalteter Heizung im C-Zero auf 60 bis 80 km, so zeigte der i-MiEV auch nach 100 km noch Reserven an.

Deutlich ausgereifter als viele Kollegen erwies sich der E-Mitsubishi auch beim Laden. Einerseits durch sein fünf Meter langes Ladekabel (Serie, ein Schnellladekabel gibt es derzeit für ihn nicht), anderseits durch die Anzeige im Cockpit, dass tatsächlich geladen wird. Angezeigt wird auch, dass der Motor gestartet ist, was im E-Auto praktisch nicht zu hören ist.

Ab 2012 werden Passanten auch bei uns vor dem nahenden E-Mitsubishi akustisch gewarnt.
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Apropos Geräusch: Ab 2012 wird der i-MiEV mit einem Warnton für Fußgänger und Radfahrer bis zu einem Tempo von 25 km/h (in Japan ab Herbst Pflicht) geliefert. Zudem wird's ein längeres Ladekabel (10 m) geben.

Als erstes E-Mobil hat er zudem den Euro NCAP-Crashtest absolviert und vier Sterne geholt.
Was die Produktion betrifft, wurde die erste Euphorie durch das Erdbeben in Japan schlagartig beendet: Statt der erhofften 10.000 i-MiEV werden heuer insgesamt wohl nur 5000 erzeugt werden.

(Kurier) Erstellt am 05.12.2011