News 20.12.2014

Womit zieht man am besten: Front-, Heck- oder Allradantrieb?

Womit zieht man am besten: Front-, Heck- oder Allradantrieb?
© ÖAMTC

Der ÖAMTC hat getestet, welche Antriebsart für Zugfahrzeuge am besten geeignet ist.

Mittlerweile hat man auch bei vielen SUV die Qual der Wahl, ob man das Auto mit Allrad- oder nur mit Front- bzw. Heckantrieb haben möchte. Was das bedeutet, wenn man ein Wohnmobil oder einen Anhänger zu ziehen hat. haben sich die Experten vom ÖAMTC angesehen bzw. anhand von Mazda CX-5 (einmal mit Front- einmal mit Allradantrieb) und BMW X3 (einmal Allrad, einmal Heckantrieb) ausprobiert.

ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl fasst die Ergebnisse zusammen: "Auf trockenem Untergrund funktionieren alle Antriebsarten gut, auch beim Ausweichen bei höheren Geschwindigkeiten zeigen sich kaum Unterschiede. Lediglich auf nassen, steilen Bergstrecken oder bei lockerem Untergrund liegt der Allradantrieb klar vorne."

Der Jaguar XF zieht seine Lasten mittels Heckantrieb (Allrad gibts optional).
© Werk

Die größten Unterschiede zwischen den Antriebsarten wurden auf steilen Bergstrecken festgestellt. "Beim Frontantrieb gab es unter diesen Bedingungen Traktionsprobleme bis hin zum kompletten Versagen auf glattem oder unbefestigtem Untergrund", so der ÖAMTC-Experte. "Besser war es mit dem Heckantrieb, noch besser aber bei der Allrad-Variante." In punkto Sicherheit und Fahrdynamik hat der Allrad gegenüber den anderen Antriebsvarianten keinerlei Nachteile.

Eine generelle Empfehlung für den Allradantrieb gibt es aber nicht. "Der Anschaffungspreis ist teurer, bei den getesteten Modellen kann der Preisunterschied rund 2.000 Euro ausmachen", gibt der ÖAMTC-Techniker zu bedenken. Allrad bedeutet auch einen um bis zu 0,85 Liter/100 Kilometer höheren Spritverbrauch." Hinzu kommen bei manchen Modellen höhere Wartungskosten und geringere Zulade-Möglichkeiten.

Der Mini mit seinem Frontantrieb wäre für klassische Campingplätze im Sommer ausreichend.
© Werk


Es kommt also ganz darauf an, wo und wann man Campen möchte. "Wer viel auf verschneiten Bergstraßen, durchweichten Wiesen oder steilen Schotterwegen unterwegs ist, sollte sich für Allrad entscheiden. Wer öfters schwere Lasten zieht, greift eher zu Heck- oder Allradantrieb", hält ÖAMTC-Experte Kerbl fest. "Und wer im Sommer klassische Campingplätze anfährt, ist mit Front- oder Heckantrieb am besten bedient."
(Kurier) Erstellt am 20.12.2014