News 05.12.2011

WTCC/Brünn: Kompromisslose Enge

WTCC/Brünn: Kompromisslose Enge
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Blechnahe Rad-an-Rad-Kämpfe, Überholmanöver und rüde Rempeleien garantieren spannende Unterhaltung.

Die Tourenwagen Weltmeisterschaft (World Touring Car Championship, kurz: WTCC) hat die Finanz- und Wirtschaftskrise einigermaßen unbeschadet gemeistert. Mit Chevrolet, BMW und Seat stehen drei Hersteller im Starterfeld, das trotz Wirtschaftskrise mit bis zu 24 Autos auch einigermaßen gut gefüllt ist. Und so sind die WTCC-Verantwortlichen mit der Entwicklung der Serie - den Umständen entsprechend - nicht unzufrieden: Steigende Zuschauerzahlen an den Strecken und internationale TV-Präsenz - Eurosport überträgt jedes der insgesamt 22 Rennen live - machen die WTCC zur idealen Plattform für Marketing, PR und Produktpositionierung.

Nächstes Jahr sollte das Interesse sogar noch steigen: 2011 kommt ein neues Motorenreglement, statt der bisher jahrelang verwendeten 2,0-Liter-Saugmotoren kommen dann nämlich global einheitlich große 1,6-Liter-Turbo-Aggregate zum Einsatz.

Das wird den - erfreulichen - Effekt haben, dass neue Hersteller in die Serie drängen: Volvo hat das Engagement mit dem C30 bereits so gut wie bestätigt, Subaru, Toyota und auch Ford befinden sich in der Evaluierungsphase.

Und so läuft's

Gabriele Tarquini (Seat Leon): Der amtierende Weltmeister hat noch alle Chancen, den Titel zu verteidigen – an mangelndem Einsatz wird's bestimmt nicht scheitern.
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Der Ablauf, so wie er auch in Brünn über die Bühne gehen wird: An jedem Veranstaltungswochenende werden sonntags jeweils zwei Rennen (12.05 und 13.20 Uhr) über eine Distanz von rund 50 Kilometer ausgetragen, die Startaufstellung für den ersten Lauf wird am Samstagnachmittag in zwei Qualifyings (ab 15.00 Uhr) ermittelt. Das Ergebnis von Lauf 1 dient gleichzeitig als Startaufstellung für Lauf 2, wobei die ersten acht Fahrer in umgekehrter Reihenfolge losbrausen. Heißt im Klartext: Rang acht im ersten Lauf ergibt die Poleposition für Durchgang zwei.

Gabriele Tarquini (Seat Leon): Der amtierende Weltmeister hat noch alle Chancen, den Titel zu verteidigen – an mangelndem Einsatz wird's bestimmt nicht scheitern.
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Brünn bedeutet Halbzeit in der WTCC, Gelegenheit also, für eine Zwischenbilanz: Fünf Siege gehen aufs Konto von Seat, BMW hat vier Erfolge zu Buche stehen, Chevrolet drei. Tabellenführer ist der Franzose Yvan Muller (Chevrolet), er führt vor dem amtierenden Weltmeister Gabriele Tarquini (Italien/Seat), Dritter ist der Brite Andy Priaulx (BMW).

Entschieden ist die WM aber noch lange nicht. Nach Brünn kommen noch acht Rennen, gut möglich also, dass die Titelentscheidung - so wie im Vorjahr - erst beim Finale im fernen Macao fällt.

(Kurier) Erstellt am 05.12.2011