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11.03.2013

Zu schön, um wahr zu werden

Manchmal konkrete Vorboten kommender Modelle, aber auch oft nur Einzelstücke, die das Auge des Betrachters erfreuen sollen.

Der Genfer Autosalon ist traditionell Bühne für die italienischen Carrozzieri. Pininfarina, Bertone, Giugiaro und andere präsentieren ihre kostbaren Einzelstücke. Nach dem Tod von Sergio Pininfarina ist der „Sergio“ eine Hommage an den Altmeister. Man stellt auch die jahrzehntelange Zusammenarbeit mit Ferrari in den Focus. So ist der Sergio eine Barchetta auf Basis des Ferrari 458 Spider.

Bei Bertone zelebriert man die Kooperation mit Aston Martin und macht den Rapide zum Shooting Brake. Aus dem Auto wird so ein Kombi, bei dem das Ladevolumen zweitrangig ist.

Touring Superleggera hat seit letztem Jahr den Disco Volante weiterentwickelt und daraus ein Auto gemacht, das „für anspruchsvolle Kunden bereitsteht“. Die Technik kommt hier von Alfa Romeo, genauer gesagt liefert der Alfa 8C die Basis für die Neuauflage des Disco Volante (sein Urahn sorgte bereits 1952 für Aufsehen).

Giugiaro hat sich für seinen Parcour Lamborghini-Technik genommen, wobei der Parcour nicht nur Sportwagen, sondern auch ein geländegängiger SUV sein kann – je nachdem, was gerade gefragt ist. Möglich macht das eine aufwendige Fahrwerkstechnik (samt verstellbarer Bodenfreiheit).

Urban

Eine schlaue Fahrwerksregelung hat auch der Toyota i-road, ein dreirädriges Elektroauto. Hier sorgt die elektronische Steuerung dafür, dass der Fahrer das Vehikel nicht mit den Beinen ausbalancieren muss. Es können übrigens zwei Personen hintereinander sitzen. Ein anderes Mobilitätskonzept denkt Rinspeed mit dem Micromax an. Es ist ein Elektrobus für Selbstfahrer, Fahrgemeinschaften oder spontane Mitfahrer – alle clever miteinander vernetzt.

Stichwort Bus. VW präsentiert mit dem e-Co-Motion einen Transporter mit E-Antrieb (der in seinen Liefermöglichkeiten nicht durch Emissionsfahrverbote eingeschränkt wäre).

Ein Nutzfahrzeug zeigt auch Mitsubishi mit dem GR-HEV. Er gibt Ausblick auf die kommende Pickup-Generation und den Antrieb dazu (nämlich Diesel-Hybrid). Mit dem CA-MiEV präsentiert Mitsubishi die nächste Ausbaustufe des E-Antriebs (mit 80 kW und 300 km Reichweite).

Die Studien

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Pininfarina…

Disco Volante…

Bertone…

Toyota…

Kia…

Subaru …

Italdesign…

VW Eco…

Mitsubishi…

Rinspeed…

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So entstand der Sergio

Verkehrte Design-Welt

Einen ungewöhnlichen Weg geht Citroën bei der Vorbereitung der Kundschaft auf den nächsten C4 Picasso. In Genf zeigt man vorerst die Studie eines Raum-Fahrzeuges namens Technospace. Aber schon bald im Frühjahr wird man auch den Schleier vom tatsächlichen Serienmodell wegziehen.

Und anders als üblich – Designstudie als optischer Überflieger, davon abgeleitetes Serienmodell in den Mühlen der Machbarkeitsstudien auf Allerwelts-Geschmack zurückgeschliffen – sieht der echte C4 Picasso (so viel kann nach einem Motor-KURIER-Lokalaugenschein bei Citroën-Design verraten werden) – um etliches peppiger aus als die Studie.

Technisch basieren sowohl der neue C4 Picasso als auch der um 11 Zentimeter längere Siebensitzer Grand C4 Picasso (Premiere auf der IAA in Frankfurt im September) auf einer neuen modularen Plattform des PSA-Konzerns, die hier zum ersten Mal zum Einsatz kommt.

Weniger Gewicht

Wesentlichste Merkmale: Weniger Gewicht durch Aluminium und Verbundwerkstoffe, hohe Flexibilität für die Aufnahme verschiedenster Antriebe, elektrische Servolenkung, neue Hinterachs-Konstruktion. So bringt etwa der Fünfsitzer satte 150 Kilo weniger auf die Waage als der Vorgänger und wiegt damit gleich viel wie der um eine Nummer kleinere aktuelle C3 Picasso. Das ermöglicht bei Einsatz des ebenfalls neuen „Blue-HDI“ (Diesel mit SCR-Kat, erfüllt EURO6-Abgasnorm) in der verbrauchsoptimierten Version einen CO2-Wert im Normverbrauch von 98 Gramm.

Das Cockpit wurde weitestgehend von Schaltern und Knöpfen befreit und wird von einem zentral angeordneten großen Monitor und einem darunter platzierten Bildschirm dominiert, über den durch Antippen die Bordcomputer-Funktionen bedient werden. Gag am Rande: Via USB-Stick können private Fotos in einen Teil des Zentral-Monitors eingespeist werden.

Der neue C4 Picasso wird bei uns im Sommer erwartet, der Grand C4 Picasso startet Ende des Jahres.