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11/28/2020

5 Tipps für die Reise mit dem Elektroauto

Wer mit dem E-Auto mehr als 200 Kilometer fahren will, schafft das nicht ohne Vorbereitung

von Sandra Baierl

Das Auto ist auch ein Symbol von Freiheit. Einsteigen, starten, losfahren, wohin man will. So ist man das aus hundert Jahren Autofahren mit Verbrennungsmotor gewohnt. Nun: Wer jetzt auf Elektromobilität umsteigt, beweist, dass er anders sein will. Dazu gehört aber auch, dass man sich bei längeren Ausfahrten anders verhalten muss. Sonst wird die Langstrecke zur Odyssee.

1. Bereite dich vor

Wer eine Strecke zurücklegen will, die länger als 200 Kilometer ist, muss sich darauf vorbereiten. Wo kann man laden, wo genau befinden sich die Ladepunkte? Bei vielen Autos zeigt das Navigationssystem die Ladestationen an. Aber passt dort auch die Ladekarte, die man bei sich trägt? Auch sollte man sich genau heraussuchen, wo die eventuell anzufahrenden Ladestationen sind. Ein Beispiel: „ENI, Ybbs, Westautobahn“ ist zu wenig. Ist man nämlich von Wien nach Salzburg unterwegs, befindet sich diese ENI-Station auf der anderen Seite der Autobahn. Und dort muss man erst mal hinfinden. Dann muss man noch wissen, dass der Ladepunkt eigentlich auf dem Parkplatz von Burger King ist.

2. Kenne das Auto

Kilometerangaben sind nicht gleich Kilometerangaben. Wer voll geladen von zu Hause wegfährt, mit einer Reichweitenangabe von 300 Kilometer, erkennt auf der Autobahn, wie schnell diese Reichweite abschmilzt. Bei manchen Autos verliert man für jeden gefahrenen Autobahn-Kilometer zwei bis drei Kilometer Gesamtreichweite. Und dann werden aus 300 prognostizierten Kilometern plötzlich nur noch 100 bis 120 Kilometer. Fast immer ist hier die Geschwindigkeit entscheidend. Bei 130 km/h ist der Stromverbrauch bei vielen E-Autos ziemlich hoch, bei 110 oder gar nur 100 km/h sieht die Welt meist deutlich besser aus. Es ist deshalb wichtig, das Auto gut zu kennen. Tut man das nicht, wirft das mitunter die gesamte Planung über den Haufen. Sprich: Wie oft geladen werden muss und welche (vorher recherchierten) Ladestationen man anfahren kann.

3. Kenne die Strecke

Der tatsächliche Stromverbrauch von E-Autos ist auch sehr von der Strecke (und vom Verkehr) abhängig. Gibt es viele Steigungen? Muss man oft bremsen und wieder beschleunigen? Wird viel auf der Autobahn gefahren? All diese Faktoren sind Stromfresser und verringern die tatsächliche Reichweite enorm.

4. Kenne das Wetter

Auch die Witterung spielt bei Langstrecken mit Elektroautos eine ziemlich große Rolle. Kalte Temperaturen reduzieren die Reichweite, Nässe ebenso. Wird im Auto eingeheizt, reduziert das die Reichweite; auch die Kühlung im Sommer (für Motor und Innenraum) ist ein entscheidender Faktoren für Stromverbrauch und Reichweite.

5. Habe Zeit

Wer eine längere Strecke mit einem E-Auto fährt, braucht Zeit. Zum einen, weil Langsamfahren die Batterie schont (100 km/h ist gut, 130 nicht), zum anderen, weil man nie weiß, wie die Ladestationen verfügbar sind. Manche sind gerade besetzt und man muss 30, 40, 50 Minuten warten, bis die „Zapfsäule“ frei ist – und dann noch selbst laden, was wiederum 30, 40, 50 Minuten dauern kann. Letztens wurden bei einem unserer E-Autos die Stecker beim Laden nicht freigegeben. Sprich: Man konnte nicht abstecken. Zeitaufwand, um das Problem zu lösen: 1,5 Stunden – extra.

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