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Service
04/16/2020

Ende der Winterreifenpflicht - was heißt das für die Autofahrer?

ÖAMTC rät auf Sommerreifen umzustecken, sich dabei "aber keinen Stress" zu machen.

Seit gestern, 15. April, ist in Österreich die situative Winterausrüstungspflicht zu Ende. Diese besagt, dass von 1. November bis 15. April an allen Rädern Winterreifen angebracht werden müssen. Ein Wechsel auf Sommerreifen ist gesetzlich nicht notwendig. „Rein rechtlich ist es absolut erlaubt, mit Winterreifen weiterzufahren“, sagte ÖAMTC-Techniker Friedrich Eppel im Gespräch mit der APA.

Er rät Autolenkern, „bitte die Reifen zu wechseln, sich dabei aber keinen Stress zu machen“. Zwar ist es aus rechtlicher Sicht „legal, das ganze Jahr mit Winterreifen zu fahren“. Allerdings sind Winterreifen für die kalte Jahreszeit gedacht, sie sind von der Mischung her weicher als Sommerreifen und haben daher auf warmer Fahrbahn weniger Grip und so beispielsweise längere Bremswege. „Wir raten dezidiert davon ab, mit Winterreifen den ganzen Sommer durchzufahren, dadurch sind auf der wärmeren Fahrbahn schwere Unfälle möglich“, sagte Eppel.

Wer nun viel mit dem Auto unterwegs ist, „sollte bald auf Sommerreifen wechseln“. Wer das Fahrzeug die meiste Zeit stehen hat und nur „ab und zu zum Einkaufen fährt, braucht sich keinen Stress zu machen“, so der Rat des Experten. Seit Montag haben Autowerkstätten großteils wieder normal geöffnet.

Bei Semperit erklärte man, dass man ab dieser Woche wieder mit voller Belegschaft einsatzbereit sei, um den Reifenhandel in gewohnter Qualität und Servicebereitschaft zu unterstützen.

Sobald die Temperaturen steigen und mit Schnee nicht mehr zu rechnen ist, sollten auf jeden Fall Sommerreifen aufgezogen werden. Außerdem verschleißen Winterreifen schneller, wenn es warm ist. Aber: Sollte man nach dem 15. April auf verschneiten Straßen in einen Unfall verwickelt sein, kann das Probleme mit der Versicherung nach sich ziehen.