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Radfahren im Winter: Darauf ist bei der Bereifung zu achten

Rad einwintern oder weiterradeln? Die Reifenprofis von Pirelli haben Tipps.

von Michael Andrusio

11/25/2023, 04:00 AM

Nicht jeder schickt sein Fahrrad zu Beginn der kalten Jahreszeit in den Winterschlaf. Viele fahren auch bei Schnee und Schmuddelwetter. Gerade dann, wenn es kalt und rutschig wird, spielt das Thema Grip eine entscheidende Rolle und damit kommt der Bereifung eine entsprechende Bedeutung zu. Worauf beim Thema Fahrradreifen im Winter zu achten ist, erklären die Techniker von Pirelli.

Bei der Wahl des passenden Reifens sollte man darauf achten,  dass die Lauffläche breitere Rillen und ein "aggressiveres" Profil aufweist, vor allem, wenn man auf nasser oder durch Geröll, Laub und Schmutz rutschig gewordener Fahrbahn unterwegs ist. Auch die Breite der Lauffläche ist für eine gute Haftung entscheidend, denn je größer die Kontaktfläche mit der Fahrbahn, desto höher ist die Stabilität. Für diejenigen, die mit einem Gravel- oder einem Mountainbike im Gelände unterwegs sind, ist ein aggressiveres Profilmuster fast schon ein Muss, um auf Streckenabschnitten mit losem Untergrund eine höhere Traktion zu erhalten, erklären die Pirelli-Techniker.

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Auch dem Thema Pannenschutz kommt in den Wintermonaten größere Bedeutung zu. 

Salz, Steine, kleine Glasscherben, Metallteile und Dornen können bei einem nicht ausreichend verstärkten Reifen Durchstiche verursachen. Auch Wasser in Form von Starkregen, Feuchtigkeit oder winterlichem Tau kann zu einem Schmiermittel werden und Einschnitte oder das Eindringen scharfer Fremdkörper in die Lauffläche begünstigen.

So wie bei Ausfahrten im Sommer ist der richtige Reifendruck wichtig. Im Winter ist zusätzlich zu bedenken, dass bei niedrigeren Temperaturen der Reifendruck schneller sinkt als im Sommer. Dazu kommt, dass bei sehr niedrigen Lufttemperaturen auch der atmosphärische Druck sinkt. Ist eine bessere Griffigkeit gefragt, sollte der Reifendruck um ca. 0,3 bar verringert werden, um eine größere Aufstandsfläche zu haben (ohne dabei natürlich den erforderlichen Mindestdruck zu unterschreiten), raten die Experten von Pirelli. Ein niedriger Reifendruck trägt auch dazu bei, das Risiko von Durchstichen und Einfahren von Fremdkörpern zu mindern, da der Reifen sich der Form des „Eindringlings“ anpasst und diesem nicht sofort nachgibt und eventuell platzt. Aber: Ist der Druck zu niedrig, droht neben der Durchstichgefahr die von Durchschlägen.

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Tipps für die Pflege von Reifen im Winter

-Nach jeder Tour die Reifen kurz überprüfen. Dabei auf eventuelle Schnitte, kleine Risse oder im Reifenprofil eingeklemmte Fremdkörper achten. Das Entfernen von Schmutz und Salz nach einer Tour kann die Lebensdauer der Reifen in chemischer Hinsicht verlängern.

-Steht das Fahrrad länger still, sollte man den Luftdruck im Reifen auf die Hälfte reduzieren und das Fahrrad an einem kühlen, trockenen (und natürlich wettergeschützten Ort) abstellen. Dabei sollte direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden, da UV-Einstrahlung das Gummimaterial schädigen kann.

-Wird der Reifen getrennt vom Fahrrad gelagert, so sollte er nicht auf dem Boden gelagert werden. Tubeless-Reifen, die mit Dichtmilch gefüllt sind, sollten ab und zu gedreht werden.

-Reifen nicht mit chemischen Substanzen oder Lösungsmitteln in Kontakt bringen.

-Ersatzreifen am besten „rund“ und nicht gefaltet in der Originalverpackung und fern von feuchten Oberflächen wie z.B. Kellerwänden aufbewahren.

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