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Technik

Airbus und Renault wollen gemeinsam Autos und Flugzeuge elektrifizieren

In Zukunft sollen auch Flugzeuge - so wie Autos - zunehmend elektrifiziert unterwegs sein. Wie ein Hybrid-Elektro-Flugzeug von Airbus arbeiten soll.

von Michael Andrusio

12/01/2022, 01:59 PM

Airbus und die Renault Group haben eine Forschungs- und Entwicklungspartnerschaft vereinbart, um die Elektrifizierungspläne der jeweiligen Produktpalette zu beschleunigen. Die Partnerschaft wird Airbus bei der Entwicklung künftiger Hybrid-Elektro-Flugzeuge unterstützen. Das haben die beiden Unternehmen im Rahmen des Airbus-Summit verkündet.

Beim Luft- und Raumfahrtunternehmen Airbus beschäftigt man sich mit der Hybridisierung von Flugzeugen, die im Prinzip jener von Autos nicht unähnlich ist.

Wie soll das funktionieren? Während das Flugzeug am Gate parkt, wird die Batterie aufgeladen. Beim Pushback vom Gate und währen der erste Phase der Fahrt zur Startbahn wird das Flugzeug von einem Elektromotor angetrieben, der im Fahrgestell sitzt. Während des Starts und des Steigflugs wird elektrische Energie aus der Batterie genutzt, um die Triebwerke zu unterstützen. Während des Fluges werden bestimmte Funktionen und Systeme des Flugzeugs vom Strom aus der Batterie versorgt. Während des Fluges laden die laufenden Triebwerke auch die Batterie. Nach der Landung rollt das Flugzeug dann wieder mit der Kraft des Elektromotors zum Gate.

Airbus rechnet vor, dass man mit Hilfe dieser Technik rund fünf Prozent des Spritverbrauchs einsparen kann.

Die Ingenieurteams von Airbus und Renault wollen nun gemeinsam Technologien zur Energiespeicherung entwickeln, die nach wie vor die größte Herausforderung bei der Entwicklung von Elektrofahrzeugen mit großer Reichweite darstellen. Die Kooperation wird sich vor allem auf die Optimierung des Energiemanagements und ein geringeres Batteriegewicht konzentrieren. Dazu kommt der Wechsel von der aktuellen Zellchemie auf Lithium-Ionen-Basis hin zu Feststoffbatterien, die bis 2030 die doppelte Energiedichte erreichen könnten.

"Erstmals tauschen zwei führende europäische Unternehmen aus verschiedenen Branchen ihr technisches Knowhow aus, um die Zukunft der hydrid-elektrischen Flugzeuge zu gestalten. Die Luftfahrt ist ein äußerst anspruchsvoller Bereich, was die Sicherheit als auch den Energiebedarf betrifft. Das gilt ebenfalls für die Automobilindustrie“, sagte Gilles Le Borgne, Executive Vice President Engineering bei der Renault Group. "Wenn wir die Erfahrung der Renault Group bei Elektrofahrzeugen mit unserem eigenen Knowhow bei Elektro-Flugstudien zusammenbringen, können wir die Entwicklung bahnbrechender Technologien beschleunigen, die für künftige Hybrid-Flugzeugarchitekturen in den 2030er-Jahren und darüber hinaus erforderlich sind", erklärt Sabine Klauke, Chief Technical Officer von Airbus.

Flugmotor mit Brennstoffzelle

Airbus arbeitet zudem an einem Flugzeugmotor mit Brennstoffzelle. Für den Flugzeughersteller ist der Antrieb mit Wasserstoff die vielversprechendste Alternative, wenn es um den Antrieb für Zero-Emission-Flugzeuge geht, wie sie 2035 fliegen sollen. Der Testbetrieb soll Mitte des Jahrzehnts beginnen. „Brennstoffzellen sind eine potenzielle Lösung, um uns dabei zu helfen, unser Ziel der Emissionsfreiheit zu erreichen, und wir konzentrieren uns auf die Entwicklung und Erprobung dieser Technologie, um zu testen, ob sie für den Betrieb eines emissionsfreien Flugzeugs im Jahr 2035 machbar und praktikabel ist.“ sagte Glenn Llewellyn, VP Zero-Emission Aircraft, Airbus. Bei Airbus geht man davon aus, dass so ein Flugzeug mit Brennstoffzellenmotoren 100 Passagiere rund 1000 Meilen transportieren könnte.

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