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Technik
11/16/2020

Audi RS e-tron GT: Der Stärkste seiner Art

Erste Infos zum RS e-tron GT und seiner intelligenten Kühltechnik

von Michael Andrusio

Es ist das stärkste RS-Modell, das man in Ingolstadt je gebaut hat. Und wenn man bedenkt, dass die RS-Abteilung für die Überflieger im Hause Audi zuständig ist, will das schon etwas heißen. Der neue Elektro-Sportwagen ist also der RS e-tron GT, also die RS-Variante des e-tron GT.

Der kommende Gran Turismo wird an sich recht sportlich und flott unterwegs sein, der RS setzt aber noch eines drauf. 646 PS Spitzenleistung liefert der e-tron in seiner RS-Variante. Das kommt freilich nicht überraschend, denn der sportliche Audi teilt sich seine technischen Gene mit dem Porsche Taycan. Auf 100 km/h beschleunigt man in unter drei Sekunden und das soll nicht nur einmal möglich sein, sondern auch mehrmals hintereinander (so man das möchte).

Und hierfür bedarf es eines cleveren Thermomanagements. „Wir haben vier Temperaturkreisläufe, die sowohl kühlen als auch heizen können. Wir kühlen z. B. mit einem Kreislauf die Batterie, mit einem zweiten die Antriebsmaschinen. Gleichzeitig haben wir aber auch eine Wärmepumpe für die Klimatisierung des Innenraums“, erklärt einer der Entwickler. Zusätzlich kann man die vier Kreisläufe miteinander vernetzen (das geschieht über neun elektromagnetische Ventile). „Das machen wir, um möglichst effektiv und auch effizient an der richtigen Stelle die richtige Temperatur zu haben.“

Eine andere Herausforderung betrifft das Laden. Das kann der RS e-tron GT dank seiner 800 Volt Architektur mit bis zu 270 kW. Auch hierfür die entsprechende Kühlung notwendig. Ist man mit dem Navi in Richtung Ladestelle unterwegs, wird die Batterie schon vorher heruntergekühlt. „Der e-tron GT freut sich weil er weiß ‘Oh, ich werde jetzt gleich geladen‘ und deswegen fängt er einige Minuten vorher an, die Batterie zu kühlen, damit man dann mit maximaler Power laden kann“, so erklären einem die Audi-Techniker schmunzelnd die entsprechende Technologie.

Der Akku hat eine Speicherkapazität von 93 kWh und wenn man die passende Ladeinfrastruktur zur Verfügung hat, kann man in 5 Minuten 100 km Reichweite tanken. Die Batterie ist tief im Fahrzeugboden integriert und der e-tron GT hat so sogar einen niedrigeren Schwerpunkt als der Sportwagen R8. Ein Elektromotor an der Vorderachse liefert dabei 175 kW, ein zweiter an der Hinterachse 335 kW.

Was kann der RS e-tron GT noch? Für Straßenlage und Fahrdynamik sorgen eine 3-Kammer-Luftfederung und eine Allradlenkung. Im Vergleich zum Schwestermodell Taycan hat Audi seinem Elektrosportler ein eigens Set-up und eigene Federraten mitgegeben.

Heißt das nun, dass RS bei Audi in Zukunft rein elektrisch fährt? Nicht unbedingt, erklärt Linda Kurz vom Audi-Produktmarketing. „In der Zukunft werden wir unsere erfolgreichen Verbrennungsmotoren beibehalten und werden uns eine dritte Dimension angucken, so genannte Performance PHEVs (also Plug-in-Hybride), mit denen wir auch in die Zukunft gehen werden.“

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