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Technik

Bosch will 2024 Wasserstoffmotor auf den Markt bringen

Mit der Serienfertigung seines Brennstoffzellen-Antriebssystems beginnt Bosch schon jetzt. 2030 will man 5 Milliarden Euro Umsatz mit H2-Technologien machen.

07/16/2023, 03:00 AM

 „Bosch kann Wasserstoff, und Bosch wächst mit Wasserstoff“, erklärt Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. Dementsprechend investiert man in die Wasserstofftechnologie. Insgesamt investiert Bosch von 2021 bis 2026 nahezu 2,5 Milliarden Euro in die Entwicklung und Fertigung seiner H2-Technologien. Auf der anderen Seite will man mit H2-Technologien 2030 einen Umsatz von rund fünf Milliarden Euro erzielen.

Dabei arbeitet man sowohl an der Brennstoffzellen-Technologie, als auch an einer direkten Einspritzung von Wasserstoff in den Verbrennermotor. Bosch entwickelt dafür sowohl eine Saugrohr- als auch eine Direkteinblasung von H2. Geeignet ist diese Lösung vor allem für schwere Fahrzeuge, die über längere Zeit mit besonders hohen Lasten unterwegs sind. „Der H2-Motor kann alles, was der Diesel kann, jedoch CO2-neutral. Zudem ermöglicht er einen schnellen und kostengünstigen Einstieg in den mobilen Wasserstoff-Einsatz“, erklärt Markus Heyn, Bosch-Geschäftsführer und Vorsitzender von Bosch Mobility. Großer Vorteil: Mehr als 90 Prozent bestehender Entwicklungs- und Fertigungstechnologien lassen sich dafür nutzen. Auf den Markt kommt der H2-Motor voraussichtlich von 2024 an. 

Bereits jetzt hat man mit der Serienfertigung eines Brennstoffzellen-Antriebssystems begonnen. Pilotkunde ist das US-Unternehmen Nikola mit seinem brennstoffzellenelektrischen Lkw, der im dritten Quartal 2023 auf den nordamerikanischen Markt kommen soll.

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Bei Bosch ist man davon überzeugt, dass es eine klimaneutrale Welt nur mit Wasserstoff geben kann.  Die weiteren Erfolgsaussichten für das Wasserstoff-Geschäft seien jedoch an die politischen Rahmenbedingungen geknüpft, heißt es aus Deutschland. Vor allem Europa muss nach Ansicht von Hartung weit mehr tun, auch um ein Gegengewicht zur starken Dynamik in anderen Weltregionen wie zum Beispiel den USA zu schaffen. Konkret formulierte der Bosch-Vorsitzende vier Forderungen an die deutsche und europäische Politik: „Erstens müssen wir die H2-Erzeugung in der Europäischen Union forcieren, zweitens internationale Lieferketten etablieren und drittens Wasserstoff in allen Wirtschaftssektoren einsetzen.“ Ganz wichtig sei schließlich, dass in Europa schnell Infrastruktur für die Wasserstoff-Verteilung entstehe.

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