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© Hyundai

Technik
12/03/2020

Hyundai präsentiert die neue Basis für künftige Elektroautos

Der kommende Ioniq 5 wird das erste Modell, das auf der Technik basiert.

von Michael Andrusio

Der Hyundai-Konzern hat für seine künftigen Elektroautos eine neue Plattform entwickelt. E-GMP (steht für Electric-Global Modular Platform) heißt die Plattform, die modular gestaltbar ist und verschiedene Speichergrößen ermöglicht.

Sie bildet die Basis für die nächste Generation batteriebetriebener Modelle. Während bisherige Hyundai-Elektroautos auf Plattformen aufbauten, die für Verbrenner entwickelt wurden, ist E-GMP für E-Autos maßgeschneidert.

Die Plattform ist modular aufgebaut und standardisiert, was die Komplexität reduziert. Darauf können Fahrzeuge von C-Segment-Größe bis hin zu D/E-Segment-Fahrzeugen aufbauen. Und die Hyundai-Entwickler versprechen zudem viel Platz im Innenraum, dank flachem Boden und vielseitig verstellbaren Sitzen.

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Grundsätzlich ist die E-GMP-Architektur für Heckantrieb ausgelegt, wahlweise kann man aber auch Allradantrieb haben, indem vorne ein zweiter Elektromotor installiert wird. Den wird man brauchen, wenn man die volle Leistung will. Die Hyundai-Entwickler sprechen von bis zu 600 PS. Dabei setzt Hyundai auf einen hochdrehenden Elektromotor mit einer um 70 Prozent höheren Drehzahl als bisherige E-Motoren.

Je nach Batteriegröße beträgt die maximale Reichweite der künftigen Elektro-Hyundais über 500 Kilometer.

Dabei ist das E-System standardmäßig 800-Volt-schnellladefähig (so wie auch der Porsche Taycan) und kann ohne zusätzliche Komponenten oder Adapter auch an 400-Volt-Stationen angeschlossen werden. Das Multi-Ladesystem der Plattform ist weltweit eine der ersten patentierten Technologien, die den Motor und den Inverter dazu nutzen, die Kompatibilität des Ladesystems von 400 auf 800 Volt zu erweitern, erklären die Entwickler.

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Hat man eine entsprechende Ladesäule, kann man den Akku innerhalb von 18 Minuten zu 80 Prozent laden. 100 Kilometer lassen sich in 5 Minuten laden.

Übrigens beherrscht das Hyundai-System auch die V2L-Technik (Vehicle to load), heißt, der Strom kann auch aus dem Auto entnommen werden, um elektrische Geräte mit Strom zu versorgen. Über die V2L-Funktion, die Strom mit einer Leistung von bis zu 3,5 kW liefert, können beispielsweise eine mittelgroße Klimaanlage und ein 55-Zoll-Fernseher bis zu 24 Stunden lang betrieben werden.

Das erste Modell, das auf der E-GMP-Technik basiert, wird der Ioniq 5 von Hyundai sein, der voraussichtlich ab April bzw. Mai eingeführt wird. Bis 2024 folgen der Ioniq 6 und der Ioniq 7. Bis 2025 will die Hyundai Motor Group (zu der auch Kia gehört) insgesamt 23 Modelle mit Batterieantrieb, davon 11 ausschließlich akkubetrieben, auf den Markt bringen.

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