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Technik
06/08/2020

Neuer Sensor von Bosch hilft Navi, nicht die Orientierung zu verlieren

Halbleiter-Chip von Bosch soll auch beitragen, die Fahrzeugbewegungen realistischer darzustellen.

Dass Navigationssysteme, auch wenn sie noch so neu und modern sind, kurzfristig die Orientierung verlieren, kann immer noch passieren. Vor allem wenn das Satellitensignal plötzlich schlechter wird. Hier soll nun der MEMS (steht für mikro-elektro-mechanischen Systeme)- Sensor von Bosch Abhilfe schaffen.

"Der Sensor von Bosch beseitigt die blinden Flecken der GNSS-Navigation“, sagt Michael Rupp, Produktmanager im Bereich Automotive Electronics bei Bosch. „Er hilft, die eigene Position auch bei schlechtem Satellitensignal genau zu bestimmen und Richtungskommandos zum genau richtigen Zeitpunkt zu geben.“ Dafür gleicht das Navigationssystem permanent die vom Bosch-Sensor erkannten Änderungen der Fahrzeugrichtung sowie der Geschwindigkeit mit dem Signal der letzten Position ab und synchronisiert damit die aktuelle Position auf der Navigationskarte. Die Datenerfassung ist so präzise, dass die Position des Fahrzeugs auch noch nach einiger Zeit zuverlässig angezeigt wird.

Der Sensor registriert permanent und hochpräzise die Richtungs- und Geschwindigkeitsänderungen eines Fahrzeugs, wertet die Informationen aus und übermittelt sie an das Navigationssystem. Dort werden sie mit den Positionsdaten des globalen Navigationssatellitensystems GNSS (Global Navigation Satellite System) kombiniert und für die Navigation genutzt.

Noch ein Vorteil des Systems: Mit der Kombination aus Position und Sensorinformationen macht der Positionspfeil in der Navigation keine unrealistischen Sprünge oder ruckartige Drehungen von Wegpunkt zu Wegpunkt.

Die Fertigung des SMI230 bei Bosch ist vor kurzem angelaufen; erste Kunden erhalten den Sensor bereits serienmäßig.