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Technik
05/20/2020

Porsche lässt aufhorchen: Künftig wieder mehr Hubraum und Zylinder?

Katalysatoren wie Chemiefabriken und wieder mehr Hubraum - das stellt der 911-Baureihenleiter in Aussicht.

In den letzten Jahren lautete das Stichwort, wenn es um neue Motoren ging, stets "Downsizing". Also immer weniger Hubraum und dafür Unterstützung durch Turbolader, um die nötige Leistung zu erzielen.

Der Trend könnte sich aber künftig umkehren. Das prophezeit einer, der es wissen muss: Dr. Frank-Steffen Walliser, Baureihenleiter bei Porsche für den 911 und den 718. In einem Interview mit dem australischen Magazin Wheels spricht Walliser über die künftigen Motoren für den 911.

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"2026 kommt mit der Abgasnorm EU7 die nächste Welle an Regulierungen. Und das werden weltweit die schärfsten Vorschriften, vor allem was die Spreizung zwischen den Emissionen auf dem Prüfstand und unter realen Bedingungen betrifft", sagt Walliser.

Und Walliser weiter: "Das wird große Veränderungen mit sich bringen, neue Motoren und größere Hubräume. Ich gehe davon aus, dass die EU 7 Motoren um 20 Prozent oder mehr Hubraum haben werden. Viele Hersteller werden von vier auf sechs und von sechs auf acht Zylinder gehen".

Gleichzeitig sagt Walliser voraus, dass die Katalysatoren deutlich größer werden. "Wenn ich größer sage, dann meine ich das drei- bis vierfache an Größe. Wir werden eine kleine Chemiefabrik im Auto haben, um das alles zu kontrollieren".

Im Fall des 911 wird das ein schwieriges Unterfangen ist sich Walliser sicher. "Was auch immer notwendig ist, werden wir tun. Wir wollen bei den sechs Zylindern bleiben, aber wir müssen einen neuen Motor konstruieren. Soviel steht fest".

An der Turboaufladung wird aber laut dem 911-Baureihenleiter weiter kein Weg vorbei führen."Momentan sehen wir nur die Lösung mittels Turbo. Einen Saugmotor? Nicht wirklich", so Walliser.

 

 

 

 

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