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© Volvo

Technik
07/05/2021

Volvo-Zukunft: 1000 Kilometer Reichweite und schneller laden

Volvo wird ab 2030 nur mehr Elektroautos verkaufen und feilt an der Batterietechnologie

von Michael Andrusio

Wie ein Volvo SUV der Zukunft aussehen könnte, zeigt die Studie Concept Recharge. Dabei geht es nicht nur um das Design, sondern um die Technik unter der Außenhaut. Die nächste Generation von Volvos E-Autos basiert auf einer ausschließlich auf Elektroantrieb ausgelegten Technik-Plattform. Diese verfügt über einen flachen Boden, unter dem sich das Batteriepaket befindet. Weil zugleich der Verbrennungsmotor entfällt, konnten Radstand und auch die Räder vergrößert sowie die Karosserieüberhänge vorn und hinten verkürzt werden. Daraus ergibt sich deutlich mehr Platz im Innenraum, speziell auch zwischen den Vordersitzen.

„Unser Volvo Concept Recharge gibt einen Ausblick auf die vollelektrische Zukunft von Volvo Cars und auf eine neue Art von Fahrzeug“, erläutert Volvo Design-Chef Robin Page. „Die modernen Proportionen steigern die Vielseitigkeit im Innenraum. Zugleich zeigt das Konzeptfahrzeug, was neue Technik in Bezug auf Design ermöglichen kann.“

Gleichzeitig peilt man ein deutliches Plus an Reichweite an. Noch in diesem Jahrzehnt will Volvo Cars die Marke von 1.000 Wattstunden pro Liter (Wh/l) Energiedichte erreichen, um reale Reichweiten von bis zu 1.000 Kilometern zu ermöglichen. Diesbezüglich arbeitet mit dem schwedischen Batteriehersteller Northvolt zusammen, um die Energiedichte in den Batteriezellen im Vergleich zu den aktuell auf dem Markt angebotenen Akkus um bis zu 50 Prozent zu erhöhen. Gleichzeitig sollen die momentanen Ladezeiten bis Mitte des Jahrzehnts dank besserer Batterietechnik und kontinuierlicher Verbesserungen an Software und Schnellladetechnik nahezu halbiert werden.

Die Partnerschaft mit Northvolt ist der Schlüssel, damit man eine führende Position im Premium-Elektroauto-Segment einnehmen und ab 2030 ausschließlich Elektrofahrzeuge verkaufen kann, erklärt man bei Volvo.

Volvos Hochvoltakkus werden künftig somit vor Ort entwickelt und produziert. Die Batteriezellen aus der geplanten Zusammenarbeit von Volvo Cars und Northvolt sollen zudem aus einer Produktion entstehen, die zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien arbeitet. Parallel dazu arbeitet das Unternehmen mit seinen anderen Batterielieferanten zusammen, um dies bis 2025 mit ihnen ebenfalls zu erreichen.

Ein weiteres Ziel ist es, die in den Batterien enthaltenen wertvollen Materialien besser zu nutzen. Wo immer es möglich ist, sollen die Batterien wiederaufbereitet oder wiederverwendet werden. Auch Second-Life-Anwendungen, beispielsweise zur Energiespeicherung, werden derzeit geprüft.

Als erstes Volvo Modell wird der kommende neue Volvo SUV über eine bidirektionale Lademöglichkeit verfügen: So lässt sich die in der Fahrzeugbatterie gespeicherte Energie beispielsweise ins heimische Stromnetz einspeisen. Bei niedrigen Preisen und viel „grünem“ Strom wird das Elektroauto günstig und nachhaltig geladen.

Fahrplan

Ein Entwicklungszentrum, das Volvo und Northvolt als 50/50-joint-venture betreiben, nimmt bereits nächstes Jahr den Betrieb auf. Die im Rahmen des Joint Ventures entwickelten Batteriezellen kommen in der nächsten vollelektrischen Generation des Volvo XC60 zum Einsatz. Ab 2024 will Volvo rund 15 GWh von der bestehenden Northvolt-Produktion beziehen, eine neue Gigafactory mit einer Kapazität von 50 Gwh soll dann 2026 ihren Betrieb aufnehmen.

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