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Technik
09/18/2019

Zentraler Airbag von Hyundai und Kia soll vor Kopfverletzungen schützen

Zentraler Luftsack verhindert Zusammenprall von Fahrer und Beifahrer.

Bei einem Seitenaufprall werden die Autofahrer nicht nur durch eindringende Karosserieteile gefährdet. Auch der Zusammenprall des Fahrers mit dem Beifahrer kann zu schweren Kopfverletzungen führen. Dem soll nun ein neuer "zentraler Seitenairbag" vorbeugen.

Entwickelt wurde der neue Airbag von der Hyundai Motor Group (HMG), also dem Konzern hinter Hyundai und Kia. Der Luftsack wird in den Fahrersitz eingebaut und soll den Zusammenprall der Köpfe in der ersten Sitzreihe verhindern. Wie bei Airbags üblich, wird er ausgelöst, sobald die Sensoren des Fahrzeugs einen Aufprall erkennen. Der neue Luftsack soll Verletzungen durch das Zusammenprallen der Köpfe von Fahrer und Beifahrer um 80 Prozent verringern.

Der Airbag hat eine innere Komponente, die als Haltegurt ("tether") bezeichnet wird. Dieser Gurt erhält beim Aufprall die Form des Airbags. Durch die Verwendung einer neuen Technologie ist der Airbag etwa 500 Gramm leichter als Konkurrenzprodukte, so HMG. Außerdem ist der Airbag besonders klein, was den Designern mehr Freiheit beim Gestalten der Sitze gibt.

Der neue Airbag soll sich positiv auf das Abschneiden bei Seitenaufprall-Tests auswirken. Denn die EuroNCAP-Crashtests sollen ab 2020 das Zusammenprallen der Köpfe in die Bewertung einbeziehen. So dürfte der neue Airbag schon bald in neuen Modellen der beiden koreanischen Marken eingebaut werden, um ein gutes Abschneiden bei dem wichtigen Sicherheits-Test zu gewährleisten. Bei den EuroNCAP-Tests haben im laufenden Jahr der Kia Ceed ohne Sicherheitspaket nur vier Sterne erhalten, mit dem Paket waren es fünf Sterne. Im Jahr 2018 erhielten der Hyundai Santa Fe und der Hyundai Nexo die Bestwertung von fünf Sternen.