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Technik

ZF arbeitet an beheizbarem Sicherheitsgurtgurt - was das bringen soll

Durch die Beheizung des Gurts wird Energie gespart und die Reichweite steigt um bis zu 15 Prozent.

01/08/2023, 05:00 AM

Der deutsche Zuliefererriese ZF entwickelt einen beheizbaren Sicherheitsgurt für Elektrofahrzeuge. Fahrer können auf diese Weise – insbesondere in Kombination mit weiteren Kontaktheizungen wie einer Sitzheizung – das energieintensive Aufheizen des gesamten Innenraums verringern, erklären die Entwickler. Weiterhin ermöglicht die schnelle Kontaktwärme ein Klimakonzept mit einer langsameren, energieeffizienten Gesamtheizung. Zumal gerade die konventionelle Heizung viel Energie verschlingt und beheizbare Elemente wie Sitze oder Lenkrad weniger Strom brauchen.

In der kalten Jahreszeit kann so bis zu 15 Prozent Reichweite gewonnen werden. Das System basiert auf einem speziellen Gurtband mit integrierten Heizleitern, die die Dicke des Gurtbandes kaum erhöhen. Das erleichtert Fahrzeugherstellern die Integration und bietet Insassen den gleichen Tragekomfort wie normales Gurtband.

Mit seiner integrierten Heizfunktion soll der neue beheizbare Sicherheitsgurt von ZF sofort nach Fahrtantritt für angenehme, körpernahe Wärme sorgen - typischerweise zwischen 36 und 40 Grad Celsius. In Kombination mit einer Sitzheizung wird den Insassen somit schnell rundum warm. In der kalten Jahreszeit lässt sich durch die Kombination mit Sitz-, Gurt- und Lenkradheizung die energieintensive Innenraumklimatisierung reduzieren. Diese bedient sich bei E-Fahrzeugen konzeptbedingt aus dem Batteriestrom, da keine nutzbare Abwärme wie beim Verbrennungsmotor zur Verfügung steht.

Der ZF-Gurt verhält sich sonst grundsätzlich wie ein konventioneller Gurt, auch die Bedienung ist identisch.

Für die Innovation verwendete ZF ein spezielles textiles Verarbeitungsverfahren. Die Heizleiter werden in die Gurtstruktur eingewoben. Die Kontaktelemente für die elektrischen Heizkreisläufe sind so angebracht, dass sie weder die Bedienung des Gurtes noch das Aufrollen beeinträchtigen. Spezielle Gurtaufroller an anderen Einbaupositionen sind ebenso wenig nötig wie gesonderte Qualifikationen für die Montage im Fahrzeug. Der beheizbare Gurt steht seinen konventionellen Pendants hinsichtlich Insassenschutz um nichts nach.

Für den besten Aufwärmeffekt in der kalten Jahreszeit sollten die Insassen beim beheizbaren Gurt auf voluminöse dazwischenliegende Kleidungsstücke wie Daunenjacken verzichten. Tun sie das, steigt generell auch das Sicherheitspotenzial. Der Gurt liegt dann viel enger am Körper an und kann den Insassen bei einem Crash besser zurückhalten und schützen.

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