Tests
15.11.2017

BMW 520d Touring im Test

Was der um 36 mm länger gewordene Kombi an praktischen Tugenden bietet.

Deutsche Autobahnprofis mögen leichte Schwächen bei Steigungen feststellen. Für unsere Breiten ist der neue Fünfer Touring mit dem „kleinen“ Diesel, dem Vierzylinder, eine sehr gute Wahl. Abseits der Beschleunigungen aus sehr geringer Geschwindigkeit und bei Beschleunigungen zwischen 100 und 120 km/h bot der Vierzylinder im Motor-KURIER-Praxistest durchaus standesgemäße Leistungen. Der Verbrauch blieb mit 6,3 l/100 km im Schnitt (siehe Steckbrief) im guten Mittelfeld.

Dazu kommt eine überdurchschnittlich gute Abgasreinigung, wie die verschiedensten internationalen Tests zeigten. Serienmäßig geliefert wird der Reihenvierzylinder mit dem bekannt guten 6-Gang-Handschaltgetriebe von BMW. Unser Testmodell hatte die Achtgang-Automatik (Extra).

Kombitugenden

Auch wenn sich BMW Tourings gerne als „Lifestyle“-Kombis sehen, kommt die Praktikabilität nicht zu kurz. Der Fünfer Touring war sehr leicht zu beladen, schluckte auch einmal sechs Kisten Wein und sperriges Gepäck für eine Woche, und blieb in seinem Fahrverhalten trotzdem limousinengleich. Daneben bot der Kombi auch noch den Passagieren angenehm viel Platz und Bewegungsraum. Die Sitze boten mehrere Massagefunktionen, die Kreuzstütze war höhenverstellbar.

 

Das Cockpit bot auch im Fünfer Touring das inzwischen übliche Infotainment- und Digitalisierungsangebot. In dieser Klasse entsprechend hochwertig. Dennoch liefern die diversen Assistenten immer wieder Überraschungen. So funktionierte die Sprachbedienung des Navigationssystems im Inland problemlos, ausländische Ortsnamen dagegen mussten buchstabiert werden, was eine gewisse Geduld voraussetzt. Allerdings stehen als Alternative auch die herkömmliche Eingabe über das Anwählen der Buchstaben bereit oder die Handschrifterkennung auf dem Eingabefeld. Ohne Ablenkung von der Fahraufgabe geht jedoch auch das nicht.

 

Vorsicht war auch bei den Navi-Hinweisen geboten. So zeigte etwa das zentrale Display die richtige Route, das Head-up-Display, grundsätzlich eine tolle Sache, jedoch „vergaß“ auf eine Abzweigung zwischendurch. Der Kombi war mit vielen Extras bestückt, z.B. Business-Paket Plus, Innovations-, Österreich-Paket, Steptronic (Automatik), Panorama-Glasdach, Driving Assistant Plus, adaptive LED-Scheinwerfer.

Technische Daten

Antrieb: Vierzylinder-Reihendiesel, VTG-Lader, Heckantrieb, 8-Gang-Automatik (Extra),  Rußfilter, Entstickungssystem SCR mit Adblue, Abgasstufe Euro 6.

Hubraum: 1995 cm³ PS/kW: 190/140 maximales Drehmoment: 400 Nm bei 1750–2500 U/min

Höchstgeschwindigkeit 225 km/h, 0–100 km/h in 7,8 sec

Fahrwerk: Vorne Doppelquerlenker-, hinten Fünflenkerachse mit Luftfederung und aut. Niveauregulierung, vier belüftete Scheibenbremsen, dyn. Stabilitätssystem m. ABS und Traktionskontrolle, Kurvenbremshilfe, Trockenbremsfunktion, Fading-Ausgleich, Anfahrassistent, elektromech. Servolenkung, Anhängelast gebr./ungebr. 2000/750 kg, Bodenfreiheit 140 mm. Höhe der Ladekante 615 mm.

Maße (LxBxH): 4943 x 1868 x 1498 mm Wendekreis: 12,05 m Radstand: 2975 mm Kofferraum: 570–1700 l Gewicht:  1660 kg Gesamtgewicht:  2390 kg Tankinhalt:  66 Liter Normverbrauch: 4,5l/100 km 119 g/km CO² Testverbrauch:  6,3 l/100 km

Preis: 50.400 €/Preis Testwagen: 87.063 € Motorbezogene Versicherungssteuer:  919,44 €