© WERK

BMW Xi Blitztest Nr. 4447
12/26/2018

Testbericht BMW X4: Die Sinnfrage stellt sich nicht

Was der neue X4 besser kann als der Vorgänger.

von Christian Vavra

Der neue BMW X4 ist auf dem Markt, weil sich sein Vorgänger wie warme Semmeln verkauft hat. Und weil andere dieses Konzept eines „Coupés“ auf SUV-Basis bereits kopieren.

Die Sinnfrage ist also zwar legitim, sie wird aber nicht viele andere Erkenntnisse bringen.

In der Neuauflage hat der X4 vor allem bei Länge und Radstand etwas zugelegt. Im Innenraum hinten wurde ebenfalls gezaubert, hier können jetzt sogar etwas größer Gewachsene leidlich sitzen (Stichwort: Kopffreiheit). Am Platzangebot gibt es nichts zu bemängeln, der X4 wirkt sogar (außen und vor allem in der Breite) etwas füllig, was in manchen Wiener Gassen zum Einklappen der Außenspiegel animiert. Die gefahrene Version X4 xDrive 20d (2,0-l-Diesel, 190 PS, schnell agierender Allradantrieb, herrliche Automatik) ist kein Sportwagen und könnte etwas mehr Wumms vertragen. Wem der Motor aber genügt, der ist gut bedient und zudem mit nur knapp über 8 l/100 km Verbrauch belohnt. Das liegt überraschend nahe an den Werksangaben. Die Ausstattung in der Stufe „M Sport“ ist top. Die Verarbeitung im Innenraum war ausgezeichnet.

 

Interessantes ist in der Aufpreisliste zu entdecken: So ist Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer sowohl im Komfort-Paket als auch im Wärme-Paket enthalten. Letzteres enthält dafür auch den Posten „Telefonie mit Wireless Charging“, was womöglich etwas über die Wärmeentwicklung in der Mittelkonsole aussagen will.

Was gibt es noch anzumerken? Der „Parking Assistant“ wird bei BMW immer besser. Die Verkehrszeichenerkennung leider nicht. Aber, sei`s drum.