Tests
24.07.2018

Honda Civic im Dauertest - Betragensnote: Fast sehr gut

Abschlussbericht über unseren Kandidaten im Motor-KURIER- Dauertest nach mehr als 30.000 km.

Ganz knapp hat der Dauertestwagen Honda Civic in Händen der KURIER-Motorredaktion die 33.000-km-Marke verfehlt. Aber immerhin: 32.939 km hat der Wagen in Österreich verbracht, er hat in Grado gute Luft und in Slowenien schöne Gegend eingesaugt und sich nach Frankfurt zur IAA jagen lassen. Und damit wären wir stracks bei der allerbesten Note im Fahrtenbuch.

-Antrieb Von jedem Fahrer wurde das quirlige Ansprechverhalten und die Drehfreudigkeit gelobt, die Leistungsentfaltung sowieso. Herausragend dabei: Der Verbrauch, der sich im Schnitt schließlich auf sehr gute 7,0 l/ 100 km einpendelte. Das ist großartig für die gebotene Leistung. Fahrwerk (inkl. Sportmodus mit härter Dämpfung), Lenkung und knackige Schaltung wurden anfangs im Fahrtenbuch noch lobend erwähnt, waren aber bald für alle Fahrer wie selbstverständlich, ebenso das vorn wie hinten gut ausgeformte Gestühl.

-Platz Erwähnenswert ist auch das durchweg gute Platzangebot (samt Rückbank und Kofferraum) im 4,5 m langen Civic. Das Cockpit ist übersichtlich, zwei Punkte wurden aber häufig bemängelt: Dass die mittleren Lüftungsdüsen nicht schließbar sind – und dass es für die Radio-/Navi-Lautstärke keinen Drehregler, sondern nur Drucktasten gibt.

-Zuverlässigkeit Außertourlichen Werkstattaufenthalt gab es nicht, ein Service und die Reifen- und ein Wischerblätterwechsel waren sowieso vereinbart.

Drei Verletzungen wurden dem Civic angetan, da kann aber Honda nichts dafür: Ein leichter Felgenschaden rechts vorne hat sich beim Ausparken ergeben und ein Schaden am Außenspiegelgehäuse links blieb unbekannter Herkunft. Und als der Kritiker der Motorredaktion vorne einen ziemlich schiefen Spalt direkt unter der Motorhaube entdeckte, stellte sich heraus, dass der von einem Parkrempler stammte – der komplette Kühlermaskenteil saß leicht schief. Wieder war Honda einwandfrei exkulpiert.

 

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Zum aktuellen Preis und bei der gebotenen umfangreichen Ausstattung ist der Honda Civic jedenfalls ein sehr kompetitives Angebot. Und ein Automobil, das sehr angenehm und komfortabel zu bewegen ist. Und das natürlich für die nächsten Modelle auch noch Verbesserungspotenzial hat, wie jedes Auto auf der Welt. Diesfalls betrifft es die Elektronik.

-Elektronik Nahezu alle Fahrer haben sich schriftlich darüber ausgelassen, dass das Navigationssystem manchmal Ewigkeiten brauchte, um den Standort des Wagens zu erforschen. Der berührungssensitive Bildschirm war nicht wirklich empfindlich und verlangte manchmal diverse penetrante Herumtatscher. Insgesamt vier Mal fiel die zentrale Infotainment-Einheit komplett aus (keine Reaktion des Bildschirms oder umgekehrt ständige Rückkehr zum Hauptmenü und unterbrochenes Piepen) und war nur durch einen Motorneustart wiederzubeleben. Bis zur Rückgabe des Autos konnte keine Ursache für fallweise Fehlalarme der vorderen Einparksensoren gefunden werden – sie meldeten dann und wann ein gefährlich nahes Objekt, obwohl da weit und breit nichts war. Demgegenüber funktionierte z.B. die City-Bremswarnung einwandfrei und die Querverkehrswarnung hinten überhaupt vorbildlich.