© Renault/Houdek

Tests
12/27/2020

Hybrid als Stadtflitzer: Der Renault Captur E-Tech 160

Wer elektrisch fahren möchte, vor allem kurze Strecken zurücklegt und Komfort schätzt, ist mit dem Renault Captur E-Tech 160 gut beraten.

von Andrea Hlinka

Die selektive Wahrnehmung hat beim Renault Captur voll zugeschlagen: Bisher unter der eigenen Wahrnehmungsschwelle, fahren sie plötzlich in Scharen herum. Dass die Fahrschule um die Ecke auf den Captur als Schulungsfahrzeug setzt, trägt wohl dazu bei und zeigt, wie robust das Modell ist. Wir dürfen das elektrifizierte Modell Probefahren, einen Captur E-Tech 160, das (neben dem Megane) erste Plug-in-Hybrid-Modell der Franzosen.

Zwei Elektromotoren, ein 1,6-l-Benziner und ein kupplungsloses Multimode-Getriebe werden hier miteinander kombiniert und bringen maximal 158 PS. Bis zu 65 Kilometer können dank Rekuperation in der Stadt, laut Hersteller, rein elektrisch gefahren werden. Gestartet wird immer im elektrischen Modus, dann kann zwischen drei Fahrmodi gewählt werden: dem Elektromodus, mit dem 52 Kilometer (nach WLTP) zu schaffen sind, dem Normalmodus “My Sense”, wo zwischen E-Antrieb und Verbrenner ökonomisch hin- und herwechselt wird und einem dynamischen Sportmodus. Nimmt man den Fuß vom Gaspedal wird rekuperiert. Somit kann man mit vorausschauender Fahrweise das Auto fast bis zum Stillstand fahren, ohne mit dem Fuß auf die Bremse wechseln zu müssen.

Um die Rekuperationsleistung noch zu steigern, kann auf dem Automatikwählhebel der B-Modus eingestellt werden.

Das Aufladen ist unproblematisch und braucht an einer 2,4 kW Haushaltssteckdose rund sechs Stunden und an einer 3,6-kW-Ladestation weniger als drei Stunden. Die Batterie hat eine Speicherkapazität von 9,8 kWh und ist unter den Rücksitzen eingebaut. Dadurch ist das Kofferraumvolumen mit 379 Liter im Vergleich zum reinen Verbrenner-Bruder (536 Liter) etwas geringer. Im Vergleich zum Captur mit Diesel gibt‘s weniger Kofferraumvolumen. Ein Raumwunder ist der Capture nicht. Das ist kein Vorwurf, denn dafür ist er auch nicht konzipiert. Vielmehr ist er ein Stadtflitzer, der kurze Strecken zuverlässig elektrisch zurücklegt, wenn man ihn regelmäßig an den Strom hängt. Durch den Verbrennungsmotor können auch längere Strecken ohne Nachladen gefahren werden. Alles sehr praktisch.  

Für seine Länge von 4, 23 Meter ist er durchaus komfortabel, vor allem in der ersten Reihe sitzt es sich äußerst bequem. Im Fond wird es etwas enger, aber durch die um 16 Zentimeter längs verschiebbaren Rücksitze war auch zu fünft irgendwie Platz zu finden. Einen Kinderwagen und zwei Rucksäcke konnten wir im Kofferraum neben den Kabeln auch verstauen. Viel mehr hätten wir aber nicht mitnehmen können.

Der Captur fährt sich geschmeidig und leise. Der Wechsel zwischen den Antrieben ist praktisch nicht zu merken. Um zu wissen, wie er im Moment angetrieben wird, reicht ein schneller Blick auf das digitale Armaturenbrett oder das große Display, die übersichtlich und frisch gestaltet sind.

Die Preise beginnen bei € 33.790,-, wobei das schon der Preis für die besser ausgestattete Intens-Variante ist. Dank seiner elektrischen Reichweite kommt der Captur E-Tech in den Genuss der staatlichen Förderung.

 

Antrieb: Plug-in-Hybrid; 1,6-l-Benziner + Elektromotor, Systemleistung: 158 PS, Frontantrieb, DHT-Hybrid-Automatikgetriebe.

Fahrleistungen: 0 - 100 km/h in 10,1 Sekunden, Spitze 173 km/h (elektrisch 135 km/h); E-Reichweite: 52 km (WLTP)

Abmessungen: Länge x Breite x Höhe 4227 x 1797 x 1576 mm; Radstand: 2639 mm, Kofferraumvolumen: 379 - 1334 Liter; Tankinhalt: 39 Liter. Gewicht: 1625 kg/zul. Gesamtgewicht: 2060 kg.

Verbrauch: 1,4 - 1,7 Liter/100 km; CO2 32 - 37 g/km

Preis: € 33.790,-

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