Tests
13.10.2018

Hyundai Tucson im Test: Noch mehr Komfort als zuvor

Neuer Dieselmotor, sehr viel Fahrkomfort und himmlische Ruhe.

Hyundais Erfolgsmodell in der mittleren SUV-Klasse ist optisch und technisch deutlich angespitzt worden. Optisch fällt im „Gesicht“ vor allem der stärker akzentuierte Kühlergrill auf, der nun fast nur noch aus Chrom zu bestehen scheint. Auch die Grafik der Frontleuchten hat sich stark geändert, ebenso wie jene der Heckleuchten.

- Cockpit Neben einigen weiteren Retuschen außen fallen einige Dinge im Cockpit auf. Der Bildschirm für Navigation usw. ist jetzt freistehend oben auf das deutlich geänderte Armaturenbrett aufgepflanzt. Das soll die Lesbarkeit verbessern. Dass sich darunter eine ganze Reihe herkömmlicher Druckknöpfe finden, ist kein Altertum, sondern etwas deutlich Praktischeres als die derzeit moderne Unsitte, alle Funktionen in dutzend Untermenüs hinter dem Bildschirm zu verräumen. Das sorgt nämlich nur für Ärger beim Aufsuchen und lenkt zudem die Fahrerblicke von der Fahrbahn. In diesem Sinn ist die Hyundai-Mischung aus Knopferln und Bildschirm-Funktionen eine sehr gesunde.

 

- Antrieb Die neueste Neuigkeit freilich sitzt unter der Haube. Ein Dieselmotor mit jetzt 1,6 l Hubraum ersetzt den bisherigen 1,7-l-Bruder bzw. auch die schwächere Version des 2,0-l-Diesel. Im Fall des Testwagens standen damit 136 PS zur Verfügung, die durchaus zufriedenstellend sind. Und genügsam ist das Motörchen auch, im Schnitt kamen 7,3 l je 100 km zusammen. Am meisten überrascht waren mehrere Passagiere über den Fahrkomfort insgesamt, aber vor allem über die extreme akustische Zurückhaltung des Motors. Jawohl, das gehört gelobt.

Der Testwagen war in der Topausstattung zudem mit einem – sehr komfortabel arbeitenden – 7-Gangdoppelkupplungsgetriebe bestückt, und dazu noch mit Allradantrieb. Der nennt sich „HTRAC“ und ist eine klassische Hang-on-Lösung. Der Wagen wird also normalerweise frontangetrieben, erst wenn die Elektronik Bedarf erkennt, meldet sich auch die Hinterachse dazu.

 

- Ausstattung In der (besten) Ausstattung „Level 6“ bietet er eine unglaublich umfangreiche Ausstattung, von Müdigkeitswarnung bis Sitzbelüftung. Das Lederpaket (in Rot!) kostet läppische 200 Euro brutto Aufpreis. Dazu kommt eine rundum makellose Verarbeitung, da können sich selbst deutsche Hersteller einmal genauer umsehen. Und Platz ist naturgemäß auch keine Mangelware. Unterm Strich also: Ein mehr als überzeugendes Angebot für Leute, die ein solches Auto brauchen oder suchen. Fünf Jahre Garantie gibt’s obendrein.