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Tests
03/17/2021

Mercedes A250e: Viel Elektro in der neuen A-Klasse

Der Mercedes A250e vereint das Beste aus zwei Welten: reichweitenstarker Elektromotor trifft auf spritzigen Benziner. Heraus kommt ein Mittelklassewagen, der den Alltagstest besteht. Bis auf eine kleine Sache.

von Sandra Baierl

Klein sind die Kleinsten von Mercedes schon lange nicht mehr. Die Kompaktlimousine A250e ist schon fast einen Meter länger als die Ur-A-Klasse von 1997. Ein Mittelklassewagen mit einem ziemlich guten Platzangebot für eine Kleinfamilie. Das e in der Modellbezeichnung steht für den eingebauten Elektromotor, der zusätzlich zum Benzinmotor arbeitet.

Und damit sind wir schon beim großen Plus dieses Wagens. Der Elektromotor des Plug-in-Hybrids schafft schon so viel Reichweite, dass man im normalen Alltagsgebrauch verwundert ist, wenn sich der Benzinmotor einschaltet. Gut 50 Kilometer Reichweite schaffen wir mit einer Batterieladung (der Hersteller gibt 73 Kilometer an), das ist für die täglichen Wege meist ausreichend. Wer also regelmäßig ansteckt, kommt mit dem Elektroantrieb gut durch die Woche. Nur bei längeren Strecken und auf der Autobahn machte sich der Benzinmotor mit seinen Brummbrumm bemerkbar. Und dann eben ist der Unterschied deutlich spürbar: die lautlosen Elektro-PS (102) mit der charakteristischen, stufenlosen E-Beschleunigung versus der Benzin-PS (160). Bis maximal 140 km/h läuft der E-Motor   des Achtgang-Doppelkupplungsgetriebes und schafft kräftigen Vortrieb.

Insgesamt ist der Verbrauch bei unseren Testfahrten überschaubar: 15 kW/h pro 100 Kilometer zeigte uns der Bordcomputer an, und 3,3 Liter Benzin auf 100 Kilometer.

Sehr gut gelungen ist das neue Armaturenbrett-Design, das Mercedes dankenswerterweise auch in der A-Klasse verbaut. MBUX wird das System genannt, es besteht aus zwei Bildschirmen, die einen guten Überblick geben über Navi, Radio, Mobiltelefon, Einstellungen etc. Schön finden wir auch die neue Designsprache: die großen runden Lüftungen, das Multifunktionslenkrad.

Ein Minus, das nur Menschen mit Kindern auffällt: Der 0815-Kindersitz ist schwierig zu montieren. Zwar gibt es eine Isofix-Vorrichtung in den hinteren Sitzen, man klinkt den Sitz also einfach an den eingebauten Haken ein. Oben aber hat man nicht die Möglichkeit, den Sicherheitshaken anzubringen. Den muss man nämlich unter der Kopfstütze durchfädeln. Weil aber die Kopfstütze fix mit dem Sitz verbunden ist, kann der Sicherheitshaken nur daneben oder darübergelegt werden – nicht ideal.

Der Einstiegspreis des Mercedes A250e startet bei rund 35.000 Euro, unser getestetes Modell mit Premium Paket und AMG Line, Panorama-Schiebedach etc. kostet 54.800 Euro.

Leistung:
118 kW (160 PS) Benzinmotor + 75 kW (102 PS) Elektromotor;
Systemleistung: 160 kW, Max. Drehmoment: 450 Nm; Hubraum / Motor: 1332 cm3, 4-Zylinder

Daten:
Höchstgeschwindigkeit: 140 km/h elektrisch, 235km/h gesamt
0-100 km/H: 6,6 Sekunden

Elektrische Reichweite: 74 Kilometer laut Hersteller
Ladedauer Wallbox/öffentliche Ladestation: 1,75 Std.


Maße:
Außen: 4,5 Meter lang, 1,8 Meter breit
Kofferraumvolumen: 345 bis 1185 Liter

 

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