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© Mercedes

Tests
10/06/2020

Mercedes V-Klasse im Test: Auf ein Tänzchen im Koffer-Raum

Wer viel transportieren muss, ist mit der Luxus-Großraumlimousine gut gewappnet

von Sandra Baierl

Zwei Erwachsene, drei Kinder zwischen zwei und 15, ein mittelgroßer Hund, Kinderwagen und Gepäck: Wenn wir als Patchwork-Familie reisen, dann ist das im Auto jedes Mal eine Frage von Zentimetern. Es geht sich platzmäßig irgendwie aus, aber komfortabel ist anders. Nicht selten ist deshalb die Skibox auch im Sommer am Dach statt in der Garage.

Heuer sollte es anders sein: Mit der V-Klasse von Mercedes durften wir eine Großraumlimousine testen, die in puncto Raum unschlagbar ist. Unser Modell wurde bereits 2019 präsentiert. Da wurde das Design komplett überarbeitet, die neue Front schafft mehr Breitenwirkung, der Stoßfänger wurde neu gezeichnet, der Kühlergrill vergrößert.

Wir hatten zwei Sitzreihen und einen Koffer-Raum, in dem man tanzen kann. Auf den ersten Metern mit dem Riesen hat man zwar das Gefühl, man fährt einen LKW: hoher Sitz, Kopffreiheit, das Parkplatzsuchen ob der Länge nicht einfach. Das LKW-Gefühl hat wohl auch damit zu tun, dass man einen Schlüssel stecken und drehen muss, um den Motor zu starten. Wir vermissten den kontaktlosen Komfort.

Aber: Man gewöhnt sich an nichts schneller als an Größe. Und so waren die Erwachsenen auf den vorderen Luxussitzen mit Rückenmassage und Klimatisierung sehr schnell sehr glücklich, die drei Kinder hatten in Reihe zwei so viel Platz und Beinfreiheit wie noch nie zuvor. Hund, Kinderwagen und sehr viel Reisegepäck fanden sich im – schön klimatisierten – Koffer-Raum.

Kraftvoll und leise

Motorisch spielt der Van alle Stücke: unser Spitzenmodell V 300 d trumpfte mit 239 PS und 500 Nm Drehmoment auf, beschleunigt herrlich von 0 auf 100 in 7,9 Sekunden. Das 9G-Tronic-Automatikgetriebe schaltet im Comfort-Modus geschmeidig die Gänge hinauf, im Sport-Modus geht das zackiger. Kombinierter Kraftstoffverbrauch bei unserer Fahrweise: etwa 8,3 Liter auf 100 Kilometer.

Zurück zum (sicheren) Fahrvergnügen: Im Fahrzeug selbst ist es angenehm leise, es gibt kaum störenden Vibrationen. Auf der Westautobahn lernten wir den serienmäßigen Seitenwind-Assistenten kennen, der dem Fahrer hilft, die V-Klasse auch bei starken Windböen auf Kurs zu halten. Auch den Aufmerksamkeits-Assistenten gibt es bei Mercedes schon länger. In der V-Klasse geht man noch einen Schritt weiter: Der neue Aktive Brems-Assistent erkennt die Gefahr einer Kollision mit einem vorausfahrenden Fahrzeug und warnt. Reagiert man als Fahrer, baut der Assistent den passenden Bremsdruck auf. Bleibt die Reaktion aus, leitet das System ein automatisches Bremsmanöver ein. Die Gefahr von Auffahrunfällen ist damit minimiert.

Die V-Klasse von Mercedes gibt es jeweils in der Version Kompakt, Lang und Extralang, die Verkaufspreise starten bei den Versionen mit Verbrennungsmotor bei rund 58.000 Euro inkl. Nova und MwSt; unser Modell mit Sonder-Vollausstattung kostet 98.367 Euro.

5,37 Meter lang ist die extralange V-Klasse. Kompakt:  4,9 Meter. Lang: 5,14 Meter. Fahrzeughöhe:  1,88 Meter 

Motor: Das getestete Modell V 300 AVG hatte 239 Diesel-PS, beschleunigt   auf 100 km/h in  7,9 Sek. Drehmoment: 500 Nm 

8 Sitze lassen sich maximal unterbringen, die Konfiguration ist flexibel 

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