Tests 30.03.2018

Mitsubishi Eclipse Cross im KURIER-Test

© Bild: WERK (3)

Emotional gestylte Kreuzung aus Kombi, Sports Utility Vehicle und Coupé.

Zu Zeiten, in denen die heute so unglaublich erfolgreichen SUV-Anbieter noch gar nicht richtig wussten, wie man Sports Utility Vehicle buchstabiert, brachte Mitsubishi mit dem Pajero ein Auto auf den Markt, das vom Start im Jahr 1982 weg geradezu als Synonym für höchste Allradkompetenz galt.

Mittlerweile hat der japanische Hersteller dramatisch an Boden verloren und inzwischen an der Renault-Nissan Allianz angedockt.

Schicker Keil

Es gilt also, Terrain gutzumachen. Realisiert werden soll das mit dem Eclipse Cross, der im Segment der kompakten Lifestyle-SUV reüssieren soll.

Das keilförmig-coupéhaft geschnittene Kompakt-SUV schließt mit einer Länge von 4,40 Meter die Lücke zwischen dem ASX (4,35 m) und dem 4,69 m messenden Outlander. Alle drei basieren auf der selben Plattform und weisen auch einen identischen Radstand von 2,67 m auf.

 

Mitsubishi Eclipse Cross
© Bild: WERK

Styling ist zwar immer eine Frage des persönlichen Geschmacks – fest steht jedoch, dass der exzentrisch gestylte Ec lipse Cross ein schickes Auto ist, das im breiten Mainstream positiv auffällt. Nachteile wegen der nach hinten stark abfallenden Dachlinie erwachsen Passagieren in der zweiten Reihe indes nicht, weil auch für große Mitreisende noch genügend Luft nach oben bleibt. Störend hingegen wirkt sich die zweigeteilte Heckscheibe aus, die die Sicht nach hinten einschränkt. Erst recht bei Schlechtwetter, weil dann das untere Drittel nicht freigewischt und deshalb schnell undurchsichtig wird.

Wer den keilförmigen Eclipse schon jetzt fahren möchte, spart sich in Bezug auf die Motorisierung die Qual der Wahl, steht doch im Moment nur ein 1,5-Liter-Turbo-Benziner mit 163 PS zur Disposition. Die Dieselalternative, ein 2,2 Liter-Turbo mit 150 PS, reicht Mitsubishi im Spätsommer nach. Der 4-Zylinder-Benziner ist kein Ausbund an Dynamik, versorgt aber den rund anderthalb Tonnen schweren Kompakt-SUV mit im Alltagsbetrieb völlig ausreichenden Kraftreserven.

 

Mitsubishi Eclipse Cross
© Bild: WERK

Beruhigende Reserven hält auch die getestete Variante mit dem S-AWC (Super All Wheel Control) genannten Allradantrieb bereit, der die Kraft über eine Haldexkupplung nicht nur nach vorn und hinten im Verhältnis 80:20 (bei Schlupf: 55:45), sondern auch variabel und automatisch auf die linken oder rechten Räder verteilt.

Bleibt zu hoffen, dass der Eclipse Cross den Mitsubishi-Aufschwung schafft – und nicht an der Modellbezeichnung scheitert: Schließlich bedeutet Eclipse Verdunkelung.

Und die kann Mitsubishi jetzt am wenigsten brauchen.

Technische Daten

Antrieb: 4 Zylinder, Benzin, Direkteinspritzer, 2 oben liegende Nockenwellen, 4 Ventile/Zylinder, Turbolader, Ladeluftkühler;

Hubraum/Leistung: 1499/163 PS/120 kW
Maximales Drehmoment: 250 Nm bei 1800 U/min

Allradantrieb, stufenloses Automatikgetriebe (CVT);

Fahrleistungen: Spitze 200 km/h, 0–100 in 9,8 Sekunden; Euro 6.
Fahrwerk: Selbst  tragende Karosserie, Einzelradaufhängung, vorn McPherson-Federbeine, Stabilisator, hinten Mehrlenkerachse, Stabilisator, vorn/hinten Schraubenfedern, Teleskopstoßdämpfer, Scheibenbremsen (vorn innen belüftet), Zahnstangenlenkung mit elektrischer Servounterstützung, ABS, Bremsassistent, elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP), Traktionskontrolle, Berganfahrassistent.

Maße (L x B x H): 4405 x 1805 x 1676 mm
Wendekreis: 10,6 m
Radstand: 2670 mm
Böschungswinkel: vorn 18,8 Grad/hinten 29,6 Grad
Rampenwinkel: 18 Grad
Bodenfreiheit: 183 mm
Gewicht: 1550 kg/Gesamtgewicht 2150 kg

Kofferraum: 341–1159 l
Anhängelast:gebremst/ungebremst 1600 kg/750 kg
Tankinhalt: 60 l
Bereifung: 225/55 R-18

Normverbr.: 7,0 l/100 km 159 g/km CO²
Testverbr.: 8,1 l/100 km

Preis: 38.900 €/Preis Testwagen: 38.900 €
Motorbezogene Versicherungssteuer:739,44 €

 

( motor.at ) Erstellt am 30.03.2018