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Tests
01/09/2019

Neuer Honda HR-V im Test

Neuer Kompakt-SUV mit hoher Variabilität.

von Ad Raufer

Mehr als ein paar Honda-Händler werden sich wahrscheinlich nicht mehr erinnern, aber es gab schon einmal ein Modell namens HR-V: 1999 bis 2005. Das Auto war aber nur mäßig erfolgreich – wahrscheinlich wegen der streng würfelig-kantigen Karosserie, ganz sicher aber, weil die Zeit für kompakte SUV einfach noch nicht reif war. Das ist heute bekanntermaßen anders: Höhergelegte Kombis boomen wie verrückt, verständlich also, das sich Honda vom immer größer werdenden Kuchen ein dementsprechendes Stück davon abschneiden will.

Mit dem ebenso lethargischen wie durchzugsschwachen und 130 PS leistenden 1,5-Liter-Saug-Benziner wird das allerdings schwierig: Besserung ist aber eh schon in Sicht, reichen doch die Honda-Japaner im kommenden Frühjahr den bekannten 1500er mit Turboaufladung und 182 PS nach.

Wirklich zu profilieren vermag sich der HR-V hinsichtlich seines Raumangebots und der damit verbundenen hohen Variabilität – da macht dem Kompakt-SUV so schnell keiner was nach.

Halten wir also fest: Es gibt trotz nur 4,33 m Außenlänge, aber wegen des opulenten Radstandes von 2,61 m viel Platz für Passagiere (vor allem in Reihe 2) und einen topfebenen Kofferraum mit nahezu 1500 Liter Ladevolumen. Alleinstellungsmerkmal freilich sind die sogenannten Magic Seats, die sich (hinten) nach dem Vorbild von Kinosesseln einzeln hochklappen lassen.

Gut: Die niedrige, deswegen überaus beladefreundliche Ladekante. Genial-clever: Der unter den Vordersitzen platzierte Tank, der zusätzlichen Fondraum schafft.