© Michael Andrusio

Tests
01/28/2022

Der neue Peugeot 308 als Plug-in-Hybrid im Test

Die neue Generation des Franzosen gibt es auch als PHEV - wir haben den 308 mit Stecker getestet.

von Michael Andrusio

Bevor wir ins Detail gehen, seien zunächst die Verwandtschaftsverhältnisse innerhalb des Stellantis-Universums dargelegt. Der neue Peugeot 308 teilt sich seine Gene gleich mit mehreren Autos, nämlich dem Opel Astra, dem Citroën C4 und dem DS 4. Und ja, so wie die anderen Verwandten wird es den 308 auch als reine Elektro-Version geben (die aber erst im Sommer 2023 kommt).

Hier ist die Rede vom 308 als Plug-in-Hybrid, also dem Teilzeitstromer unter den 308ern.
Peugeot hat dem 308 einen gänzlich neuen Look verpasst, der dem Auto gut zu Gesicht steht. Was uns aber als erstes ins Auge sticht, ist das neue Peugeot-Logo,  nicht nur prominent am Kühlergrill, sondern auch den Flanken (so wie man es  eigentlich nur von Ferrari her kennt). Markant sind bei Peugeot mittlerweile die säbelzahn-artig gestalteten Tagfahrleuchten.

So wie der 308 äußerlich Stilelemente aufnimmt, die man von der Marke kennt, so blickt man innen auf das typische i-Cockpit, das aber natürlich einen weiteren Evolutionsschritt gemacht hat. Heißt, im Peugeot schaut man über das kompakte Lenkrad drüber auf die Armaturen – manche verachten das, wir mögen es.

Die Anzeigen für den Fahrer lassen sich nach Geschmack konfigurieren und ab der Ausstattungslinie GT kann man sich Inhalte auch dreidimensional darstellen lassen – das steigert den Informationsgehalt nicht wesentlich, schaut aber cool aus.

In der Mitte gibt’s den mittlerweile unverzichtbaren Touchscreen. Peugeot hat hier die Lösung gefunden, dass man i-toggles (also virtuelle Tasten) hinterlegt, die sich bedarfsabhängig durch den Fahrer konfigurieren lassen. Das Anwählen funktioniert so tadellos und „echte“ Schalter hat man darunter auch noch. Der 308 verfügt auch über eine Sprachsteuerung, die man mittels Taste oder dem Kommando „OK Peugeot“ herbeiruft – leider war selbige in unserem Testwagen noch mitunter indisponiert und verlangte nach dem Runterladen einer Software oder erklärte, dass ein ein uns weitgehend unbekannter Sender nicht in Reichweite sei.

Beim Thema Fahren ist der 308 über jeden Zweifel erhaben. Als Plug-in-Hybrid mobilisiert der Peugeot in der stärkeren Variante 225 PS Systemleistung. Das ist viel und das merkt man beim motivierten Anfahren auf rutschigen Straßen. Jedenfalls sorgt die Kombination aus 180-PS-Benziner und E-Antrieb für spaßbringende Fahrleistungen. Dazu passt auch die Lenkung, die nicht nervös, aber exakt genug ist. Überhaupt funktioniert das Zusammenspiel aus E-Antrieb und Verbrenner wunderbar, ein wenig lauter wird der Antrieb nur dann, wenn man das Gaspedal voll durchtritt und einen kernigeren Klang erlaubt sich der Peugeot auch, wenn man den Sportmodus aktiviert. Der entsprechende Wählhebel sitzt zwischen den Sitzen und auch den kleinen Hebel für die Fahrstufen findet man hier.

E-Reichweite

Wie weit fährt man elektrisch? In unserem Test zeigt der Bordcomputer 56 Kilometer an – bei kühlen Temperaturen bzw. Abrufen der vollen Leistung schrumpft das Guthaben schnell. Wie bei allen Plug-in-Hybriden hängt der Verbrauch von dem Eifer ab, mit dem man Ladestationen aufsucht. Bei uns schwankte der Verbrauch zwischen 5,6 und 7,6 Liter. Laden kann an einphasig mit Onboard-Charger mit 3,7 kW, 7,4 kW–Laden gibt es gegen Aufpreis.

In der Ausstattungslinie GT-Pack sind jede Menge Annehmlichkeiten an Bord – unter anderem ein formidabler Komfortsitz mit dem Gütesiegel Aktion Gesunder Rücken (wie bei Opel, womit wir wieder bei den Verwandten wären).

Der 308 kostet als Plug-in-Hybrid GT-Pack 45.630 Euro, der Basis-308 ist bereits ab 25.000 zu haben.

Antrieb: 1,6-l-Vierzylinder-Benziner (180 PS) + E-Antrieb, Systemleistung 225 PS, Frontantrieb, 8-Gang-Automatikgetriebe

Fahrleistungen: 0 - 100 km/h in 7,5 Sekunden, Spitze 235 km/h; elektrische Reichweite 60 km

Abmessungen: Länge x Breite x Höhe 4367 x 1852 x 1441 mm, Radstand 2675 mm; Gewicht: 1633 kg/zul.Gesamtgewicht 2120 kg, Kofferraumvolumen: 361 - 1271 Liter

Verbrauch: 1,2 Liter/100 km; 26 g CO2/km; Testverbrauch: 5,6 - 7,6 Liter/100 km

Preis: 45.630 Euro (GT-Pack-Ausstattung)

Kommentare