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Tests
09/23/2021

Polestar 2: Wenn Schweden in China eine Elektro-Limousine bauen

Polestar 2 will es mit Model 3 von Tesla aufnehmen. Das gelingt. Die beiden sind ähnlich und doch ganz verschieden

von Andrea Hlinka

Der Name ist nicht unbedingt für das österreichische Idiom gemacht: Wir nennen Polestar 2 aufgrund der zahlreichen Missverständnisse mittlerweile liebevoll bewusst „Polster“. Dabei ist das Kopfteil des Fahrersitzes nicht zum Träumen gemacht – es ist eher hart. Dafür hat der Elektro-Shootingstar aus der Volvo Schmiede andere Annehmlichkeiten zu bieten. Die designprämierte Stufenhecklimousine schwimmt mit Strom nämlich perfekt mit dem Verkehr: Sie liegt satt auf der Straße, schießt pfeilschnell an anderen vorbei, wenn sie soll und kann auch mit nur einem Pedal gefahren werden. Und wenn man den Blinker setzt, klingt es wie Popcorn-Ploppen.

Nun zu den technischen Daten: Die in China erbaute Limousine geht mit zwei Elektromotoren mit einer Gesamtleistung von 408 PS und 660 Newtonmeter Drehmoment an den Start und erzielt in 4,7 Sekunden 100 km/h. Das sollte natürlich nicht allzu oft geprobt werden, denn das ließe die Reichweite von offiziell 470 Kilometer nach WLTP des 78 kWh großen Akkus noch schneller schmelzen. Das tut sie auch ohne Sprint und Raserei. Wir hatten rund 400 Kilometer Startkapital und sind nach 263 Kilometern bei der Ladestelle eingerollt. Rund 20 Kilometer waren da noch an Restreichweite vorhanden. Polestar 2 ist um 300 Kilogramm schwerer als Teslas Model 3 Longrange, das wirkt sich auf die Reichweite aus.

Mit Ski und Android

Im Innenraum ist der Polestar 2 konventioneller gestaltet als Teslas Model 3, ins kleinste Detail durchdacht, schön anzusehen und auch zu fühlen. Die Verarbeitung ist makellos. Und: Wenn Schweden ein Elektroauto bauen, dann hat dieses natürlich eine Skidurchreiche. Das könnte auch für Österreicher ein Argument sein. Auch ein Plus und sehr zeitgemäß ist das vegane Interieur.

Interessant ist, dass Polestar komplett auf das Google-Android-System setzt. Positiv daran ist die Spracherkennung und die Routenführung. Weniger gut gefällt, dass es kein Head-up-Display gibt und auch die Heckscheibe ist minimal.

Mit Polestar 2 erntet man reichlich interessierte Blicke. Die kosten ab 54.900 Euro.

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