Tests 12.04.2018

Renault Pick-up Alaskan im Test: Savoir-vivre in der Ladezone

© Bild: WERK

Mit dem Alaskan sind die Franzosen im interessanter werdenden Pick-up-Segment vertreten.

Ins Segment der Pick-ups ist in den letzten Jahren seit dem Auftauchen des VW Amarok wieder etwas mehr Bewegung gekommen. Nun sind mit dem Renault Alaskan und der Mercedes X-Klasse zwei Neue dazugekommen. Was die beiden eint, ist – neben dem Erscheinungsjahr – der Umstand, dass beide die technische Basis eines dritten Pick-up nutzen, nämlich die des Nissan Navara. Der ist eine fixe Größe bei den Pick-ups und liefert somit eine solide Basis.

Hier ist also die Rede vom Renault. Die Franzosen bieten den Alaskan nur mit Doppelkabine an und dass es sich hier um einen Renault handelt, wird schon von außen deutlich. Die Front passt sich dem aktuellen Renault-Familienlook an und mit den hübschen 18-Zoll-Alufelgen (ab Zen-Ausstattung) wirkt der Pick-up schon ziemlich edel und erinnert weniger an ein robustes und hemdsärmeliges Arbeitstier.

Dieser Eindruck setzt sich auch im Interieur fort, das Cockpit wirkt sauber verarbeitet und in Sachen Bedienung gibt es im Topmodell auch einen nützlichen Touchscreen inklusive Navigationssystem. Stichwort Topmodell. Hier werden die Passagiere auch noch mit Lederausstattung verwöhnt. Und weil es den Alaskan eben nur mit Doppelkabine gibt steigt man auch nach hinten bequem ein.

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© Bild: WERK

Gelände

Dass der Alaskan aber weit mehr kann als viele der SUV, wird deutlich, wenn man die Schalter unten an der Mittelkonsole in Augenschein nimmt. Hier findet der Fahrer, der sich anschickt ins Gelände zu fahren, auch einen Drehknopf, um die Geländeuntersetzung zu aktivieren. Außerdem verfügt der Alaskan über einen Schalter für die mechanische Differenzialsperre an der Hinterachse.

 

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© Bild: Andrusio Michael

Die Bodenfreiheit beträgt übrigens 227 mm, der Böschungswinkel vorne beträgt 29°, der Austrittswinkel hinten 25°. Die Ladefläche wartet mit einer Länge von 1,58 Meter aufWir sind den Alaskan mit dem 190-PS-Diesel gefahren. Damit sind reichlich Schmalz und entsprechende Fahrleistungen garantiert – auch wenn man die volle Zuladung (bis 884 kg) oder die maximale Anhängelast (von bis zu 3,5 t , gebremst) nutzt.

Geschaltet wird mittels 6-Gang-Getriebe, das mitunter etwas hakelig ans Werk geht, aber sonst gut zum starken Diesel passt (als Alternative wäre aber auch eine Automatik lieferbar). Die Lenkung ist naturgemäß auf der indirekten Seite und das Fahrwerk hält den Alaskan brav auf Kurs, poltert aber bei Unebenheiten etwas unwirsch.

Der Alaskan kostet mit 190-PS-Diesel und mit Intens-Ausstattung ab € 43.440,-. Inkludiert sind neben Navi und Ledersitzen auch Voll-LED-Scheinwerfer, sowie 360-Grad-Rundumsichtkamera und eine Einparkhilfe. Renault bietet übrigens jede Menge Zubehör für diverse Bedürfnisse.

Die billigste Möglichkeit Alaskan zu fahren eröffnet sich ab € 33.600,–.

( motor.at ) Erstellt am 12.04.2018