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Tests
06/12/2019

Skoda Karoq TDI als Sportline im Test: Viel Grau, wenig Verbrauch

Wie sich die sportliche Version des SUV im Alltag bewährt.

von Maria Brandl

Die sportliche Version des Karoq feierte im Vorjahr auf dem Pariser Autosalon Weltpremiere. „Die Dynamik erkennt man auf den ersten Blick“, so die Firma. Das liegt wohl im Auge des Betrachters, in der Farbe „Stahlgrau“ unseres Testmodells drängt sie sich nicht auf.

- Kennzeichen Zu den äußeren Merkmalen der Sportline-Modelle zählen Sport-Stoßfänger, schwarz lackierte 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, getönte Scheiben und eine schwarze Dachreling. Innen umfasst die Sportline-Ausstattung z.B. ein Multifunktionslenkrad, eine Lendenwirbelstütze für die Vordersitze, einen schwarzen Dachhimmel und schwarze Dachsäulen sowie ein LED-Paket mit LED-Innenraumbeleuchtung. Die Sportkomfortsitze mit integrierten Kopfstützen sind für aufrecht Sitzende kein Plus, da sie Kopf und Nacken in eine unbequeme Demutshaltung drücken.

Skoda Karoq

Skoda Karoq

Skoda Karoq

Skoda Karoq

Skoda Karoq

Von der Sportline-Ausstattung unberührt bleiben das Skoda-typische großzügige Raumangebot für Passagiere und Gepäck, die Sitze sind getrennt umlegbar. Der Karoq Sportline bietet zudem gewohnte Simply-Clever-Lösungen wie ein Abfallsackerl in der Fahrertür, einen Eisschaber beim Tankdeckel sowie einen Regenschirm unter dem Beifahrersitz.

- Fahrerlebnis Unser Testmodell war mit dem 150-PS-TDI gemäß neuester Abgasnorm (siehe Steckbrief) und 6-Gang-Handschaltgetriebe ausgestattet. Beeindruckend war das sehr harmonische Fahrgefühl. Der TDI wirkte auch in dieser schwächeren Form temperamentvoll und zugleich unübertroffen sparsam. Überland sind Verbräuche von weniger als 5 l/100 km kein Problem, auf der Autobahn von rund 6 l/100 km. Im Mittel lag der Testverbrauch bei 5,2 l/100 km. Die Abstufung des Schaltgetriebes ist gut gelungen ebenso die Fahrwerksabstimmung.

- Ausstattung Etwas auf die Stimmung drückte das viele graue Hartplastik im Cockpit. Das digitale Cockpit verspricht zwar alle möglichen Stückerln wie in einem Oberklassenmodell, die Sprachregelung zeigte aber noch viel Potenzial nach oben. Sehr positiv sind die verbliebenen Regler etwa für die Lautstärke und Klimasteuerung, sie sind blind zu bedienen, anders als der Touchscreen, und senken so die Ablenkung von der Fahraufgabe beträchtlich. Serienmäßig sind ein Multimedia-Anschluss und Smart Link. Brav funktionierte die automatische Abstandsregelung, die unser Testmodell als Extra (in der Version bis zum Höchsttempo) hatte.

Ein weiteres Extra war das Panorama-Glasschiebe- und Ausstelldach, das jedoch bereits im Frühjahr den Passagieren ordentlich einheizte. Zur weiteren Sonderausstattung zählten ein Parklenk-Assistent, die Radio-Navigation „Amundsen“, ein Spurhalte- und Spurwechsel-Assistent sowie das Style Plus-Paket mit schwenkbarer Anhängerkupplung, Rückfahrkamera und elektrischer Heckklappen-Betätigung.