Tests
04/13/2019

Toyota C-HR: Start zum Dauertest mit dem Turbobenziner

Was die Turbobenziner-Version gegenüber dem Hybrid des SUV im Praxisalltag kennzeichnet.

Das erste halbe Jahr war die Hybridversion des schnittigen SUV im Motor-KURIER-Praxiseinsatz. Ende November vergangenen Jahres wurde der 1,8 Hybrid durch den 1,2 T abgelöst.

- Unterschied Der aufgeladene Benziner hat zwar weniger Hubraum, aber 17 PS mehr, auch das Drehmoment liegt mit 185 Nm deutlich über jenem der Hybridversion. Wie sich der Benziner darüber hinaus von seinem Hybrid-Bruder unterscheidet, soll der zweite Teil des Dauertests zeigen.

Knapp 7000 km haben die Redakteure seit Ende November mit ihm in Mitteleuropa zurückgelegt. Sehr positiv erwähnt wird auch diesmal im Fahrtenbuch das großzügige Raumangebot sowie das Styling.

- In Fahrt Die Kombination des Vierzylinder-Benziners mit einem Sechsgang-Handschaltgetriebe ist gut abgestimmt. Vor allem der Schaltkomfort wird gelobt. Zudem entfällt beim Schaltgetriebe das für E-CVT-Getriebe bei Hybriden typische Aufheulen beim Beschleunigen.

Über das Temperament des Turbobenziners waren sich die Fahrer nicht einig. Während einer die Hybridversion für sportlicher hielt, bevorzugte der andere den Turbobenziner. Auf dem Papier trennt die beiden von 0 auf 100 km/h nur eine Zehntelsekunde (der Turbobenziner ist schneller). Größer fällt der Unterschied beim Spitzentempo auf (190 für den 1,2 T statt 170 km/h).

 

Wer möglichst wenig Sprit verbrauchen will, sollte zur Hybridversion greifen. Der Turbobenziner gönnte sich im Schnitt bisher 7,7 l/100 km (Hybrid: 5,9 l/100 km), was wohl vor allem dem hohen Stadtanteil geschuldet ist. Überland sind auch Verbräuche um die 5 l/100 km kein Problem.

In der Version C-Hic verfügt der C-HR über elektronische Hilfen wie den Toten-Winkel-Warner mit Spurwechselassistenten und das Safety Sense Paket mit Notbremsfunktion, automatischem Fernlicht, intelligentem Abstandsregler und Verkehrszeichen-Assistenten. Während Toter-Winkel-Warner und intelligenter Abstandsregler sehr gut funktionierten, ist die Verkehrszeichen-Erkennung so unterhaltsam wie praktisch bei allen anderen Modellen. Als sehr angenehm wurde im Winter auch die Sitzheizung vorne empfunden, vor allem bei den Teilleder-Sitzen.

- Cockpit Punkto Cockpit-Bedienung gilt für den Benziner Ähnliches wie für die Hybrid-Version: Vermisst wird ein Drehknopf für die Lautstärkeregelung, der deutlich weniger vom Verkehr ablenken würde als der Touchscreen. Das Navigationssystem blieb immer wieder „hängen“, meist half eine Neueingabe, damit es wieder funktionierte. Auch waren bei komplexen Kreuzungen die Navi-Hinweise manchmal irreführend.

Wie beim Hybrid gab es auch hier Reifendruckprobleme. Diese waren nach einem Reifentausch behoben. Getauscht wurde auch die Frontscheibe nach einem Steinschlag.

Die Verarbeitungsqualität war sehr gut. Die Version C-Hic bietet eine umfassende Ausstattung. Für Preisbewusste gibt es derzeit bis 30.6. Frühlingsboni von Toyota Austria, die den Preis um 3000 € verringern.