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Fahrbericht
12/02/2016

Neuer Ignis: Ein Suzuki, wie er früher einmal war

Erste Ausfahrt mit dem Kleinen, der auf moderne Technik und bewährte Tugenden setzt.

von Michael Andrusio

Die Inspirationsquellen in Sachen Design finden sich in der eigenen Ahnengalerie. So erklärt ein Suzuki-Designer nicht ohne Stolz, dass Elemente vom Cervo (einem Kompaktwagen aus den 70ern), dem Swift und dem Vitara Vorbild für den Ignis waren. Was nach einem verwegenen Designexperiment klingt, stellt sich in der Realität als rundum stimmig und herzig dar.

Suzuki bezeichnet den Ignis ja als Ultra Compact-SUV, wenngleich man beim Anblick des 3,7 Meter langen Ignis nicht sofort an SUV denkt. Vielmehr erinnern die charakteristischen Merkmale an japanische Kleinwagen von früher. Sprich: Kompakt, schnörkellos, praktisch und leistbar.

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Stichwort Gewicht. Je nach Variante wiegt der Ignis unter 900 kg, das verdankt der Kleine auch einer neuen Leichtgewichts-Plattform von Suzuki. Damit sind auch keine ausufernden PS-Zahlen notwendig, um für ordentliche Fahrleistungen zu sorgen. Suzuki bietet den Ignis nur mit einem 1,2-l-Benziner an, der 90 PS leistet. Reicht das? Allemal. Bei der ersten Ausfahrt macht der Ignis deutlich, dass es hier an nichts mangelt. Auch bei Autobahntempo hält der Suzuki ohne größere Anstrengungen mit. Auch das 5-Gang-Schaltgetriebe passt gut ins Bild und ist so stimmig abgestuft, dass einem kein sechster Gang abgeht. Noch ein Pluspunkt für den Suzuki: Auch bei Autobahntempo wird der Motor nicht unangenehm laut.

Übrigens bietet Suzuki auch ein SHVS-System an – die etwas kryptische Bezeichnung steht für eine Mild-Hybrid-Unterstützung des Motors mittels zusätzlicher Speicherbatterie. Die Leistung bleibt gleich, der Verbrauch fällt aber etwas geringer aus, auch dank Start-Stopp-System, das hier an Bord ist.

Im Cockpit hat man alles Wesentliche rasch durchschaut. Wichtige Informationsquelle ist der 7-Zoll-Schirm. Und auch wenn der Ignis an japanische Kleinwagen von seinerzeit erinnert, so ist er in Sachen Assistenzsysteme auf der Höhe der Zeit. Erwähnt sei ein kameragestütztes System, das Kollisionen mit anderen Autos oder Fußgängern verhindern soll (auch mittels Bremseingriff).

Dank 180 mm Bodenfreiheit sitzt man etwas höher als in anderen Kleinwagen und sogar hinten können noch zwei Erwachsene menschwürdig sitzen – dank Fondtüren fällt auch der Einstieg leicht. Stichwort Rücksitze: Die lassen sich in der Länge (separat) verschieben, um mehr Platz im Kofferraum zu schaffen. Der ist konstruktionsbedingt nicht allzu groß. Mit umgeklappten Sitzen kommt man aber auch auf knapp über 1000 Liter Laderaumvolumen. Nimmt man den Allradler, hat man etwas weniger Stauraum.

Allrad

Und damit sind wir bei einem anderen Merkmal des Ignis. Wahlweise kann man den Ignis nämlich auch als 4WD haben. Es ist ein einfach gestrickter Allrad mit Viscokupplung, aber eine wirkungsvolle Traktionshilfe. Und so manch ausgewachsenes SUV kommt über Frontantrieb nicht hinaus.

Zu haben ist der neue Suzuki ab Anfang nächsten Jahres. Was wird er kosten? In der Basisversion unter 12.000 Euro, der Allrad wird unter 15.000 Euro kosten, allerdings schon in Verbindung mit besserer Ausstattung. Ausstaffiert mit Topausstattung, Allrad und Hybrid wird der Ignis auch nicht die 19.000-Euro-Marke überschreiten.

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