E-Mobility
31.10.2016

Wie Hersteller nun mehr Reichweite aus den Batterien holen

Vor allem dank dem Einsatz neuer Materialien lässt sich die Kapazität der Akkus steigern.

Die Reichweite steigt stetig. Immer mehr Hersteller bieten ihre Elektroautos von Haus aus mit respektablen Reichweiten oder optional als Version mit mehr Batteriekapazität an.

Was letzteres betrifft haben Nissan (Leaf), Renault (Zoe) und BMW (i3) entsprechende Angebote. Die Größe der Batterie bleibt gleich, denn mehr Platz zu schaffen, würde technisch einen enormen Mehraufwand bedeuten. Aber wie kommt das Plus an Strom in die Batterie?

Nissan erklärt, dass man von der 24 kWh-Batterie zur 30-kWh-Batterie kommt, indem man den inneren Aufbau und die chemischen Eigenschaften ändert. Dazu gehören Elektroden aus Kohlenstoff, Stickstoff und Magnesium ebenso wie Modifikationen am Zellen-Layout.

Ähnlich geht BMW beim i3 94 Ah vor. Eine aus acht Modulen mit jeweils 12 Speicherzellen zusammengesetzte Hochvoltbatterie wurde in ihrer Kapazität deutlich vergrößert. Das schaffte man durch Optimierung des zellinternen Packages mit mehr Elektrolyt und Anpassung des Aktivmaterials. Das steigert die Zellkapazität auf 94 Ah und die Gesamtenergie auf 33 kWh (von denen 27 kWh effektiv genutzt werden können).

Renault steigert die Reichweite des Zoe bzw. die Kapazität der Batterie vor allem durch den Einsatz neuer Reaktionssubstanzen in den Zellen, woraus sich eine höhere Energiedichte ergibt. Die Kapazität der Batterie erhöht sich so von 22 auf 41 kWh.

Bei Nissan beträgt der Mehrpreis für die leistungsstärkere Batterie rund 2000 Euro, bei Renault sind es 2500 (allerdings gibt es die 41 kWh-Batterie nur in Verbindung mit der besseren Ausstattung Life, der schwächere Akku wird nur mehr im Basismodell angeboten). Beim BMW i3 beträgt der Mehrpreis 1200 Euro.