meinung
05.07.2018

Auf Abruf

Warum Flottenbetreiber neben Firmen auch immer mehr Private als Kunden erwarten.

Die freie Fahrt für freie Bürger als Anreiz zum Kauf eines eigenen Autos hat für viele ausgedient. Vor allem in größeren Städten, wo den Menschen ein funktionierender öffentlicher Verkehr zur Verfügung steht und anderseits immer mehr Hürden wie Parkverbote das Auto vergällen.

Aber auch Landbewohner, die aufs Auto angewiesen sind, um zur Arbeit, zum Arzt oder zum nächsten Nahversorger im übernächsten Dorf zu kommen, haben es immer schwerer: Allein die Erfüllung der künftigen Abgasnormen macht die Autos bereits in der Herstellung im Schnitt um 2000 Euro die nächsten Jahre teurer, so eine Magna-Berechnung. Schon heuer im Herbst werden Autokäufer mit Erhöhungen bei der NoVA konfrontiert werden, die durch die höheren -Werte dank der neuen Prüfverfahren entstehen. Die höheren -Werte werden auch für so manchen Firmenwagenfahrer einiges ändern.

Zudem besteht immer öfter die Angst, mit dem Auto nicht mehr wie gewohnt mobil zu sein. Bei den E-Auto-Fahrern ist es wegen der geringen Reichweite, bei Diesel-Fahrern wegen drohender Fahrverbote. Hier versuchen die Autohersteller, mit Mobilitätsgarantien dagegenzuhalten. Sie sind eine Vorstufe zur individuellen Mobilität als Dienstleistung. Wo der Autofahrer nur mehr bezahlt, was er nützt. Lästige Dinge wie Parkgebühren, Wartung, Reifenwechsel werden „ausgelagert“. Leasing- und Mietwagenunternehmen wie Autohersteller wittern ein Milliardengeschäft.

Wie schnell die Österreicher „auslagern“, wird sich weisen. Hier sind selbst die Firmen viel zurückhaltender als in anderen Ländern.