meinung
07/24/2020

Neue Abenteuer

Die ersten Anzeichen sind da, dass die generelle Nachfrage nach Fahrzeugen langsam wieder anzieht.

von Sandra Baierl

Die Prämien für den Kauf von Fahrzeugen mit Elektroantrieb wurden nun erhöht. Das soll die Autobranche in der Corona-Krise unterstützen und Autofahrer zu umweltfreundlicherem Fahren bewegen. Selbst in Deutschland mit seiner mächtigen Autoindustrie geht man (erstmals) diesen Weg: Keine Kaufprämie für Fahrzeuge mit reinem Verbrennungsmotor mehr, aber satte Prämien für Elektrofahrzeuge. Der nachhaltige Hintergedanke vom Staat: Es wird nur noch gefördert, was in die Zukunft einzahlt und dem Umweltschutz dient. Eine pauschale staatliche Förderung für Diesel- und Benzin-Fahrzeuge wäre aus dieser Sicht ein Schritt in die Vergangenheit gewesen.

Nun: Die ersten Anzeichen sind da, dass die generelle Nachfrage nach Fahrzeugen langsam wieder anzieht. Die Autohersteller melden im Juni ein langsam steigendes Interesse am Neuwagenkauf, es werden auch tatsächlich wieder mehr Autos verkauft. Mit 1. Juli wirkt nun die erhöhte Förderung auf Elektrofahrzeuge – ob man damit die E-Kauflust aber tatsächlich anregen kann?

Anfangs nur etwas für Enthusiasten, ist das Elektroauto mittlerweile durchweg für Normalnutzer geeignet. Das zeigen auch die zahlreichen Tests dieser E-Mobilität-Ausgabe. Die Reichweiten der Fahrzeuge können sich sehen lassen: 150 bis 200 Kilometer sind drin, damit deckt man die 34 Kilometer pro Tag, die der Österreicher im Schnitt fährt, gut ab. Die Ladezeiten wurden kürzer (an der 100-kW-Säule in 20 Minuten auf gut 80 Prozent Batterieleistung), die Technik ist top, Auswahl an Modellen gibt es bei fast jeder Automarke. Einzig bei der Lade-Infrastruktur und hier bei der einheitlichen Bezahllösung und Preistransparenz muss nachgebessert werden. Ein bisschen Abenteuerlust gehört also immer noch dazu, beim Elektrisch-Fahren.

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