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fahrbericht
10/06/2014

Audi TT: Erste Ausfahrt mit dem neuen Coupé

Was kann das neue Coupé aus Ingolstadt mit dem virtuellen Cockpit?

von Ad Raufer

Immer dann, wenn der Begriff der Unverwechselbarkeit, womöglich auch noch die Bezeichnung Ikone ins Spiel kommt, ein Fahrzeug also auch von mäßig autoaffinen Zeitgenossen auf Anhieb erkannt wird, dann hat spätestens das Nachfolgemodell ein Problem: Es muss neu aussehen, darf aber gleichzeitig die ursprüngliche Identität nicht verloren haben.

Mit dem ersten TT ist es Ingolstadt im Jahr 1998 gelungen, Audi als Designmarke im Premiumsegment zu positionieren. Diesen Anspruch hat die 2006 erschienene zweite Generation gefestigt. Jetzt, bei der ab 24. Oktober ’14 erhältlichen dritten Auflage lautete die Vorgabe, dem TT neben dem Image des Designerautos ein zusätzliches, nämlich das einer Fahrmaschine zu verpassen, das Coupé also auf jenen Level zu heben, auf dem sich auch die unmittelbare Konkurrenz von BMW (Z4), Mercedes (SLK) und Porsche (Cayman) bewegt.

Am Steuer

Das darf als gelungen abgehakt werden. Der TT heutiger Kalibrierung ist deutlich näher am Sportwagen als seine rund 500.000-mal gebauten Vorgänger. Das Design führt die Linie des Ur-TT fort, interpretiert es jedoch deutlich sportlicher, muskulöser und athletischer. Gut ins Bild passt da die Tatsache, dass der neue Jahrgang über ein sauber ausbalanciertes Fahrwerk verfügt: Der TT liegt wie das sprichwörtliche Brett auf der Straße, selbst energisches Herausbeschleunigen vor dem jeweiligen Scheitelpunkt bringt die Fuhre nicht aus der Ruhe. Ganz im Gegenteil: Statt zu untersteuern, bleibt der TT sicher und stabil auf Kurs. Das gilt in besonderem Maße für die Versionen mit Allradantrieb, deren Kernstück des 4WD-Systems eine Lamellenkupplung ist, die das Antriebsmoment bis zu 60 Prozent an die Hinterachse schickt. Audi hat sich also auf eine leicht hecklastige Auslegung festgelegt, die dem unangenehmen Kurveneingang-Untersteuern entgegenwirkt. Hilfreich ist außerdem die sogenannte radselektive Momentensteuerung, die die kurveninneren Räder leicht abbremst, was zur Folge hat, dass der TT ausgesprochen leichtfüßig, präzise und willig einlenkt.

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Großes Grafik-Display

Das eigentliche Highlight der neuen TT-Generation ist jedoch das virtuelle Cockpit. Dabei geht’s um einen zentralen 12,3-Zoll-Bildschirm, der ohne manuelle Zeiger auskommt und nicht nur Drehzahlmesser, Tacho und Bordcomputer einspielt, sondern in multimedialer Darstellung zum Beispiel auch die Straßenkarte für das Navigationssystem. Das volldigitale Kombi-Instrument übernimmt alle Info-Aufgaben, es gibt nur dieses eine Display im Auto, in dem sämtliche (sonstigen) Anzeigen oder Bedienelemente integriert sind.

Das Motorenprogramm umfasst einen Turbo-Diesel (2,0 TDI/184 PS) und zwei Turbo-Benziner (2,0 TFSI) mit 230 (im TT) oder 310 PS im TTS, der ab Frühjahr ’15 bei uns auf den Markt kommt. Der Preis für den TTS steht noch nicht fest, die Tarife für den TT hingegen schon: Die Version mit 230 Benziner-PS ist ab € 41.900,–, der Diesel ab € 42.100 ,– zu haben.

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