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16.01.2019

BMW 7er (2019): Facelift mit Mega-Niere

Neuer Achtzylinder und ein Reihensechser für den Plug-in-Hybrid.

Jede Wette: An diesem Grill werden sich die Geister scheiden. BMW überarbeitet die 7er-Reihe gründlich. Auffälligstes Merkmal ist die umfassende Neugestaltung der Frontpartie, deren vorderer Abschluss jetzt um 50 Millimeter stärker in die Höhe ragt. Um rund 40 Prozent wurde die Fläche der BMW-Niere vergrößert, sie erinnert jetzt an den X7. Hinzu kommen schmalere Scheinwerfer. Hier gibt es als Option ein Laserlicht mit einer Fernlicht-Reichweite von bis zu 560 Metern. Vorgestellt wurde der geliftete 7er jetzt in Shanghai. Und das nicht ohne Grund: 2018 gingen 44 Prozent des globalen 7er-Absatzes nach China.

Um rund 35 Millimeter flacher hat BMW die 7er-Rückleuchten gestaltet. Ihre Oberflächen in Rot und Schwarz schlagen eine Brücke zum neuen 3er. Apropos neu: Am Heck des 7ers gibt es künftig eine sechs Millimeter schmale Lichtleiste unterhalb des über die gesamte Breite der Heckklappe verlaufenden Chromstegs, der die Heckleuchten miteinander verbindet.

Abmessungen

In den Abmessungen legt die intern G11 genannte 7er-Reihe um 22 Millimeter zu: Die Normalausführung ist künftig 5,12 Meter lang, darüber rangiert die L-Version mit 5,26 Meter. Höhe und Breite bleiben unverändert. Im unteren Bereich der Frontschürze sind die äußeren Lufteinlässe jetzt von großflächigen Luftleitblechen überlagert. Hinzu kommen in Wagenfarbe lackierte Blenden und neu gestaltete Chromleisten sowie vertikal ausgerichtete "Air Breather" in der Seitenwand. Als Option bietet BMW ein M-Sportpaket an, hierfür gibt es als Premiere die sogenannte "Erweiterte BMW Individual Hochglanz Shadow Line".

Innen gibt es künftig in jedem 7er-BMW ab Werk digitale Instrumente mit einer Bildschirmdiagonale von 12,3 Zoll. offiziell "Live Cockpit Professional" genannt. Dazu gesellt sich ein 10,25-Zoll-Display auf der Mittelkonsole. Das neue BMW Operating System 7.0 weist unter anderem eine Sprachbedienung auf, sie wird durch das Kommando "Hey BMW" aktiviert.

An Fahrerassistenzsystemen herrscht kein Mangel, hervorgehoben sei an dieser Stelle der serienmäßige Parkassistent inklusive Rückfahrassistent. Er hält das Fahrzeug im Rückwärtsgang auf einer Strecke von bis zu 50 Metern exakt auf der zuvor vorwärts absolvierten Linie.

Interessant wird es beim Thema Motoren und Fahrwerk: Serienmäßig ist ein adaptives Fahrwerk mit elektronisch geregelten Dämpfern und eine Zweiachs-Luftfederung mit automatischer Niveauregulierung. Erhalten bleibt uns der mächtige 6,6-Liter-V12 im M760 Li xDrive, dessen Leistung von 610 PS auf 585 PS sinkt. Grund hierfür mag die Optimierung des Emissionsverhaltens durch einen Otto-Partikelfilter sein.

Hybrid

Bei den 750er-Modellen kommt ein neuentwickelter V8 mit 4,4 Liter Hubraum und einer um 80 PS auf 530 PS gestiegenen Höchstleistung zum Einsatz. Damit sinkt der Abstand zum 760 deutlich, während der 740i mit Dreiliter-Sechszylinder und 326 PS offenbar entfällt. Seine Rolle dürfte der neue 745e mit Plug-in-Hybrid einnehmen. Wo im 740e bislang ein Zweiliter-Vierzylinder den Verbrennerpart übernahm, kommt nun ein Reihensechszylinder zum Zug. Im Sportmodus steht eine Systemleistung von 394 PS zur Verfügung, ein Plus von rund 70 PS. Die elektrische Reichweite gibt BMW mit 50 bis 58 Kilometer an. 

Zumindest in Europa setzt BMW bei dem mindestens 1,9 Tonnen schweren 7er auch auf Diesel. König des Trios ist der vierfach aufgeladene 750d xDrive mit 400 PS Leistung, darunter reihen sich der 740d (320 PS) und der 730d (265 PS) ein. Leistungsmäßig ändert sich hier nichts, mittels SCR-Kat wird die Abgasnorm Euro-6d-Temp eingehalten.

Österreich-Preise

Marktstart ist im März. Die Preise beginnen bei den Benzinern bei € 111.400,- (740i A). Der 745e iPerformance A kostet ab € 103.550,- und der 750i xDrive A ab € 145.750,-. Bei den Diesel starten die Preise bei € 100.900,- für den 730d A, mit Allrad kostet der 730d ab € 105.750,-. Der 740d xDrive A kostet ab € 114.350,-, der 750d xDrive A ab € 132.300,-.