News 05.12.2011

Dauertest-Fazit vom Renault Mégane CC

Dauertest-Fazit vom Renault Mégane CC
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Abschlusszeugnis für den Renault Mégane CC Dynamique TCe 130 nach dem Dauerlauf des Glasdach-Cabrios.

Dass es im Sommer - vor allem bei geöffnetem Dach - Spaß macht, war keine große Überraschung.

Wie das Klappdach-Cabrio von Renault hingegen die Mühen des grauen Alltags - vor allem im Winter - überstehen würde, war schon eher eine Frage. Zu deren Beantwortung stellte sich der Mégane CC einem Vier-Jahreszeiten-Test.

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Dabei wurde er nicht nur sengender Sommerhitze und klirrender Winterkälte ausgesetzt, sondern auch unterschiedlichsten Verkehrsverhältnissen von Vollgas-Etappen auf der deutschen Autobahn bis zum materialermüdenden Wiener Stadtverkehr.

Den dicksten Pluspunkt konnte er sich dabei in einem Kapitel holen, in dem seine französischen Vorgänger eher selten ganz vorne zu finden waren. Was Zuverlässigkeit (siehe Hintergrund) und Verarbeitungsqualität angeht, ist dem Mégane CC nichts vorzuwerfen. Der Öffnungs- und Schließmechanismus des schweren Glas-Klappdaches funktionierte am Testende so präzise und passgenau wie zu Beginn. Selbst ein paar mutwillige Manöver bei Minustemperaturen konnten ihm nichts anhaben.

Im Winter konnte das CC-Konzept auch seine Vorteile gegenüber einem Faltverdeck-Cabrio ausspielen. Dank der soliden Verarbeitung fuhr sich der Mégane mit den zwei Seelen bei geschlossenem Dach wie ein Coupé, ohne der Besatzung Kompromissfähigkeit im Hinblick auf Windgeräusche oder Beheizbarkeit abzufordern.

Oben offen

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Bei geöffnetem Dach zeigte sich, dass selbst weniger Cabrio-affine Tester den geringen Zug im Cockpit lobten - zumal, wenn das leicht zu montierende Windschott aufgestellt war. Als weitere, im Fahrtenbuch allgemein anerkannte Pluspunkte firmierten das geräumige, an die Zentralverriegelung gekoppelte Staufach im Cockpit sowie der auch bei geöffnetem Dach durchaus brauchbare Kofferraum.

Auf der Minus-Seite des Fahrtenbuches findet sich die Kritik an dem zu kurz übersetzten 6. Gang durchgehend ganz oben. Auf der Autobahn suchte jeder Pilot den 7. Gang, so laut, hochtourig und damit unnötig viel Benzin fressend gebärdete sich der sonst so sanfte Franzose. Weitere Kritikpunkte betrafen die etwas zu geringe Verwindungssteifigkeit der Karosserie, das ungenügend gegen starke Sonneneinstrahlung schützende Rollo unter dem Glasdach und die Traktionsprobleme des Fronttrieblers beim Anfahren auf nasser Fahrbahn und Schnee.

Als ein dunkles Kapitel für sich zeigte sich die kombinierte Radio-, Navigations- und -Freisprech-Anlage. Banale Aufgaben wie das Umspeichern von Radiosendern waren ohne Bedienungsanleitung nicht zu bewerkstelligen, die Bluetooth-Verbindung produzierte störende Nebengeräusche und das Navi-Menü bedurfte nachhaltiger Zuwendung .
Dennoch bleibt unter dem Strich ein sehr positiver Gesamteindruck vom Mégane CC übrig. Und angesichts der kommenden Saison bohrt auch schon der Trennungsschmerz.

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(Kurier) Erstellt am 05.12.2011